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Tabakfabrik-Garagen-Pfusch!

  • linzplus
  • 11. Dez. 2025
  • 13 Min. Lesezeit

In der Gemeinde 34. Gemeinderatssitzung am 10.12.2025 soll ein Gesellschafterzuschuss der Immobilien Linz GmbH & Co KG an die Tabakfabrik Linz Entwicklungs- und Betriebs GmbH beschlossen werden. In der Höhe von 1,6 Millionen Euro für eine Pendler-Garage und einen Parkplatz hinter dem Medicent. "Als Kaplanhofviertlerin bin ich zutiefst betroffen von diesen Fehlentwicklungen, sowie Rückschritten und Schäden für unseren Stadtteil." so Brita Piovesan, Anrainerin und PLUS-Gemeinderätin. "Diese Garage ist eine Hauruck-Aktion und zeigt die Kurzischtigkeit in der Entwicklung der Tabakfabrik. Diese Gelder gehen uns dann wieder woanders ab, womöglich beim Schulbau!" Anbei die Wortmeldung zu diesem Antrag im Wortlaut:


Beschönigende Renderings zeigen eine Garage im Grünen – mit Bäumen auf Null-Untergrund und einem Gehsteig, den es in der Realität gar nicht mehr geben wird. Quelle: Archgroup-Landskron ZT gmbh.


Für einen hübschen Innenhof verbetoniert die Tabakfabrik das Viertel. Ganz nach dem Motto "Innen hui - Außen pfui". Den Schaden werden die Kaplanhofviertler haben.


Download des Antrags aus der 34. Gemeinderatssitzung am 10.12.2025:


C3: Gesellschafterzuschuss der Immobilien Linz GmbH & Co KG an die Tabakfabrik Linz Entwicklungs- und Betriebs GmbH (Eigenkapitalanteil zur Errichtung von Parkplätzen)

Für die Errichtung von PKW-Stellplätzen wird die Immobilien Linz GmbH & Co KG als überwiegende Mehrheitseigentümerin um einen Gesellschafterzuschuss in Höhe von 1,6 Millionen Euro an die Tabakfabrik Linz Entwicklungs- und Betriebs GmbH ersucht. Die Leistung dieses Gesellschafterzuschusses war im Wirtschaftsplan 2025 noch nicht berücksichtigt und bedarf daher der Zustimmung der Stadt Linz als Kommanditistin in Form der Genehmigung durch den Gemeinderat.

Hier die Wortmeldung von Brita Piovesan, Anrainerin des Kaplanhofviertels und PLUS-Gemeinderätin sowie Sprecherin der Bürgerinitiative „Tabakfabrik – wir reden mit“, im Wortlaut:


"Sehr geehrter Herr Bürgermeister, werte Kolleg:innen, liebe Nachbar:innen im Kaplanhofviertel,


die Anrainer:innen der Petzoldstraße und Lederergasse, Linzplus und ich sind entsetzt über die PLANLOSIGKEIT und das rücksichtslose Vorgehen rund um die Tabakfabrik und der Quadrill!  


Alles, wogegen wir uns die letzten 6 Jahre gewehrt haben, bis zum Verfassungsgerichtshof, kommt nun genauso, genauso wie wir es befürchtet haben. 

Dass Parkplätze bis 2026 und 2027 für die Tabakfabrik notwendig sind, wenn die Parkplätze bei der Gleistrasse wegfallen und der Innenhof der TFL begrünt werden soll, war von Beginn an klar. 


Für eine strategisch gute Lösung, ohne das Viertel zu schädigen, wäre sehr viel Zeit gewesen. Dass nun so rasant vorgegangen wird und plötzlich eine “Dringlichkeit herrscht” für eine Hauruck-Aktion, also eine Pendler Garage die den Verkehr mitten ins Wohnviertel  verfrachtet, kann ich nicht nachvollziehen. 


Sehr geehrter Herr Bürgermeister, am 23.10.2025 haben Sie in meiner Anfragebeantwortung angegeben, dass es ‘keine Parkhauspläne’ für das Kaplanhofviertel gibt. Heute, keine zwei Monate später, ist ein Grundstück in der Petzoldstraße/Lederergasse gerodet, alte gesunde Bäume sind gefällt, bauliche Fakten wurden geschaffen – und der Einreichplan für eine Parkgarage liegt bereits bei der Behörde - samt dem heutigen Antrag, dafür 1,6 Millionen Euro an die Tabakfabrik zuzuschießen. 


Wie kommt es, dass Sie als oberster Stadtchef und Planungsreferent von all dem vor ein paar Wochen noch nichts wussten? 


Aber der Reihe nach:

Die Tabakfabrik hat mit ihren Mieter:innen verbindliche Verträge über die Nutzung von Parkplätzen. Fakt ist: Insgesamt fallen 305 Stellplätze weg und müssen kompensiert werden. Im Antrag wird dazu ausgeführt, dass die neu errichtete Tiefgarage des Quadrill-Projekts die Möglichkeit bieten würde, zwischen 50 und 100 dieser Stellplätze zu ersetzen. Gleichzeitig wird eingeräumt, dass die genaue Anzahl noch unklar ist, da das Quadrill-Projekt zunächst die eigenen Stellplatzauflagen erfüllen muss und der Tabakfabrik nur jene Plätze zur Verfügung stehen würden, die von den eigenen Quadrill-Mieter:innen nicht benötigt werden.


All das entspricht nicht den Fakten und den behördlichen Unterlagen zur Quadrill:  

Denn die private Tiefgarage der Quadrill sieht keine Stellplätze für den Altbestand vor. Die Stellplätze sind anders gewidmet und stehen rechtlich wie faktisch nicht zur Verfügung. Ganz im Gegenteil: die Quadrill hat selbst mit den 710 Stellplätzen zu wenig Parkplätze für sich selbst. Denn die laut Stellplatzverordnung vorgeschriebenen 1235 Stellplätze wurden von der Stadt auf Wunsch der Quadrill um 525 Stellplätze reduziert.


Ich lese vor, aus der Verhandlungsschrift der Quadrill vom 21. und 22.10.2021: 


Und davon wurden vollkommen willkürlich 525 abgezogen. Dabei ging es nur darum, ganz knapp unter den Schwellenwert - der für die Investoren “lästigen” Umweltverträglichkeitsprüfung  - durchzukommen.


Nun im Antrag gegenüber den Gemeinderät:innen - die sich unmöglich mit all diesen Hintergründen beschäftigen konnten - damit zu argumentieren bzw. darauf zu “hoffen”, dass doch noch ein paar Parkplätze “abfallen”, ist nichts anderes als eine Täuschung. 

Die einzige Möglichkeit, dass diese Plätze frei werden, wäre -  und das will doch hier niemand hoffen, schon gar nicht die Tabakfabrik selbst, dass die Quadrill sich als FLOP entwickelt und ihre Wohnungen und Gewerbeflächen und demnach auch ihre Tiefgaragenplätze nicht vermieten wird können. 


Im Antrag argumentiert die TFL weiter mit dem „allzu geringen Stellplatzschlüssel“, der nun plötzlich die wirtschaftliche Zukunft der Tabakfabrik gefährde. Wird hier auf Verständnis – oder gar Mitleid – gesetzt? 


Tatsächlich kehrt diese Argumentation jedoch Ursache und Wirkung um: Denn die Situation ist nicht von außen oder plötzlich in Form eines Schicksalsschlages entstanden, sondern das direkte Ergebnis der eigenen jahrelangen Passivität und selbst getroffener Fehlentscheidungen. Dass Stellplätze benötigt werden, war seit Jahren bekannt. Nur wurde nicht vorausschauend geplant. Denn alle Insider-Informationen deuten darauf hin, dass es sich um eine Hauruck- Aktion handelt. So ist der Grundstücksdeal mit dem Eigentümer der SpedPack erst vor einigen Monaten zufällig entstanden. 

Jetzt werden die Auswirkungen der fehlenden Stellplätze für die Mieter:innen im Bestand der Tabakfabrik schlagend. Es wurde schlicht und einfach verabsäumt, den Bedarf des Altbestands rechtzeitig mitzudenken. 


Das heisst, das was heute, hier im Antrag als akuter Handlungszwang dargestellt wird, ist schlicht und einfach die Folge fehlender strategischer Entscheidungen der Geschäftsführung der Tabakfabrik und der ILG.

Ich gehe jetzt auf die 2 Kompensationsmöglichkeiten im Antrag ein: 

A) Grundstück an der Ecke Petzoldstraße/ Lederergasse, sprich die Garage und

B) Grundstücksversiegelung hinter dem Medicent auf der Gleistrasse


Ad A) Das besagte Grundstück an der Ecke Petzoldstraße/ Lederergasse ist ungeeignet. Hier ein ein 5-stöckiges Parkhaus zu errichten ist aus mehreren Gründen alles andere als eine Lösung:


  1. Gehweite zur Tabakfabrik: Die geplante Garage liegt 700–800 Meter von der Tabakfabrik entfernt. In der Stadtplanung gelten maximal 300-500 Meter Gehweite als sinnvoll, damit eine Garage erfolgreich genutzt wird. 


-> Fazit: Bei dieser Distanz – insbesondere bei Schlechtwetter – ist daher davon auszugehen, dass das Parkhaus nur schlecht angenommen und nicht erfolgreich sein wird.  Das droht die 1.6 Mio zu einer Fehlinvestition werden zu lassen. Diese Vermutung bestätigen meine Gespräche mit Mitarbeiter:innen und Firmen in der Tabakfabrik. 

  1. Es gibt kein Mobilitätskonzept der Tabakfabrik  - was sonst bei jedem kleinen Projekt in Linz gefordert wird - existiert hier einfach nicht !!! 

-> Fazit: Die Entwicklung eines solchen umfassenden Mobilitätskonzepts für die Tabakfabrik im Kaplanhofviertel ist dringend nötig. Alles andere ist verantwortungslos.

  1. Gleichzeitig heißt es im Antrag, dass “bei Wegfall des Bedarfs eine Umnutzung zulässig wäre”. Damit wird der eigentliche Zweck des Baus bereits jetzt infrage gestellt. Es bleibt völlig offen,

    1. was mit dem Parkhaus passiert, wenn die Stellplätze nicht angenommen werden,

    2. welche Umnutzung an diesem Standort sinnvoll sein soll und überhaupt möglich wäre

    3. und warum es dann dafür überhaupt öffentliche Mittel braucht und diese dann überhaupt noch legitim sind.

-> Fazit: Hier wird offensichtlich ein Bauprojekt genehmigt, dessen eigentlicher Zweck bereits im Antrag angezweifelt wird.


4. Hohe städtebauliche Relevanz – aber keine fachliche Begutachtung

Das gegenständliche Projekt besitzt eine sehr hohe städtebauliche Relevanz. Es befindet sich an einer markanten Ecklage in einem Stadtteil, der sich stark im Wandel befindet und für die weitere Entwicklung auch in Richtung Hafen von besonderer Bedeutung ist.


Gerade vor dem Hintergrund des in Planung befindlichen S-Bahn-Ausbaus hat dieses Grundstück eine andere Bestimmung als die einer Garage. Zusätzlich liegt es an einer wichtigen Fuß- und Radverbindung in Richtung Hafenviertel. 


Hinzu kommt, dass es sich hier um eine besonders sensible Schnittstelle zwischen Wohnbebauung und Gewerbegebiet handelt, mit entsprechendem Konfliktpotenzial für die Anrainer:innen. Umso wichtiger wäre eine sorgfältige Auseinandersetzung mit den Auswirkungen des Projekts auf das Umfeld.


Außerdem droht bei dem Projekt sogar der Gehsteig in der Petzoldstraße zu entfallen, weil das Grundstück zu klein ist. Das steht im klaren Widerspruch zu den Zielen des Masterplans Gehen, der die Stärkung und Sicherung des Fußverkehrs vorsieht.

Vergleichbare Projekte – etwa Dynatrace oder MIC – wurden selbstverständlich im Gestaltungsbeirat behandelt.


-> Fazit: In zahlreichen Berichten der Städtebaulichen Kommission wird dieses Areal als zentrale Schlüsselstelle für die Entwicklung und den Wandel des Viertels beschrieben. Diese Ergebnisse sind gültig und zu berücksichtigen. 


-> Dieses Projekt gehört zwingend in den Gestaltungsbeirat! 

Alles andere wäre fachlich nicht vertretbar und politische Willkür!!!

Gerade städtische Unternehmen wie die TFL und die ILG müssen vorbildhaft und transparent vorgehen!!! 


Ad B) Nun zu den Parkplätzen hinter dem Medicent:

Dass diese Fläche nun versiegelt wird, sehe ich als weiteren Sündenfall gegenüber der Bevölkerung im Viertel. Denn das Baustellen-Provisorium nun zu einem Dauerzustand zu machen ist eine weitere Hauruck-Aktion und widerspricht den Zielen der nachhaltigen Stadtplanung, der Entsiegelung und Klimaanpassung. 


-> Fazit: Was das Viertel stattdessen braucht, sind Grünflächen und Erholungsräume und gute Schleichwege. Das wäre genau hier mit geringsten Mitteln möglich. Mit wenig Geld könnten wir 2500m2 Park schaffen. 


Nun zum Punkt Finanzierung und Wirtschaftlichkeit

Zu Beginn wird im Antrag festgehalten, dass das Projekt „auf eigene Rechnung“ umgesetzt werde. So wurde das auch den Anrainer in Gesprächen mit Herrn Eidenberger sinngemäß vermittelt – mit dem klaren Hinweis, dass sich die Tabakfabrik selbst finanzieren müsse. 

Umso unverständlicher ist es, warum für die Errichtung des Parkhauses nun eine Geldspritze der ILG braucht, de facto öffentliche Gelder, die uns beim Schulbau dann womöglich abgehen.


->Fazit: Was jetzt? Ist es auf „auf eigene Rechnung“  oder braucht es externe Hilfe? Wie kann man so etwas überhaupt schreiben, wenn das faktisch nicht stimmt?


Im Antrag wird eine Bruttoanfangsrendite von 9 bis 11 % in Aussicht gestellt. Das lässt das Parkhaus weniger als notwendige Infrastrukturmaßnahme der öffentlichen Hand erscheinen, sondern vielmehr als renditeorientiertes Investment. Denn nach einer Amortisationszeit von 11 bis 15 Jahren könnte das Parkhaus sogar Gewinne machen.  


-> Fazit: Damit stellt sich die Frage: Wenn die Stadt hier Geld zuschießt und am Ende ein Gewinn erwirtschaftet wird – profitiert davon dann die Stadt Linz? Wird das Geld dann zurückgezahlt? Was passiert mit dem öffentlichen Invest, falls das Parkhaus in 10-15 verkauft wird?


Begründet wird die angeblich „sehr hohe Wirtschaftlichkeit“ schließlich mit der Aussage, dass „die Nachfrage bereits besteht“. Diese Behauptung ist jedoch in keiner Weise belegt. Offensichtlich wurde keine Bedarfsanalyse bei den Mieter:innen der TFL durchgeführt, denn viele Beschäftige in der TFL wissen nichts von diesem Garage-Projekt.

Der Bedarf wurde daher nicht nachgewiesen, sondern wird herbeigewünscht. Ist das eine gute Grundlage für eine öffentliche Investition?


Denn wir möchten nicht die Verantwortung übernehmen für die 1,6 Mio. Euro de facto öffentlicher Gelder, die womöglich eine Fehlinvestition werden. 


-> Fazit: Die Argumentation zur Finanzierung und Wirtschaftlichkeit ist widersprüchlich, intransparent und basiert auf unbelegten Annahmen. Was passiert, wenn dort keiner aus der Tabakfabrik parken will?


Was es unseres Erachtens bräuchte und wofür in den letzten 10 Jahren ausreichend Zeit gewesen wäre:

Rund um die Tabakfabrik gibt es bereits heute sehr sehr viele Stellplätze in Tiefgaragen: Das sind die Garagen im Parkbad, des Wohnen im Donaupark, des Donauparkstadion/Lutz, E-Tech, Dynatrace, MIC sowie zahlreiche Freiparkplätze. 


Insgesamt schätze ich, dass es 2500-3000 im näheren Umfeld sind. Wenn nur 10% davon zur Verfügungen stehen, bräuchten wir die Garage nicht mehr. 


Wurde das jemals untersucht?


Denn ein intelligentes, innovatives, quartiersübergreifendes Parkraummanagement könnte diese bestehenden Kapazitäten besser nutzen und hunderte „virtuelle“ Stellplätze schaffen – ohne einen einzigen Neubau, mit geringsten Kosten und nebenbei wäre das ein innovatives Pilotprojekt das man in ganz Linz und Österreich anwenden und skalieren könnte. 


Dazu kommt eine riesige Chance: Mit der neuen Stadtbahn steht in wenigen Jahren, ab 2032 ein leistungsfähiges Verkehrsmittel direkt vor der Tür. Jetzt in neue Parkhäuser zu investieren, ist rückwärtsgewandt, negiert und konterkariert diese großen, zukünftigen Entwicklungen. 


Und insgesamt die Stadtentwicklung: Das Gebiet ist durch große Flächen im Umbruch eines der großen Zukunftshoffnungen unserer Stadt. Jetzt dort in eine Garage rund 4 Millionen Euro zu investieren, negiert diese Entwicklungen und die Erkenntnisse der Städtebaulichen Kommission - die mehrmals zur Zukunft dieses Viertels gearbeitet hat. 


-> Fazit: Teil dieser Zukunft ist die perfekte öffentliche Anbindung des Viertels. Einige nennen sie die Digitale Meile! 


Auch aus dieser Perspektive ist die Garage schon mittelfristig eine Fehlinvestition!


Schlussstatement

Die Vorgangsweise rund um das Projekt Tabakfabrik-Garage ist keine Kleinigkeit und auch leider auch kein isolierter Einzelfall. Vielmehr steht sie symptomatisch für grundsätzliche Probleme in der Linzer Stadtentwicklung und die Kurzsichtigkeit in der Entwicklung der Tabakfabrik. 


Als Kaplanhofviertlerin bin ich zutiefst betroffen von diesen Fehlentwicklungen, sowie Rückschritten und Schäden für unseren Stadtteil. 


Wer übernimmt dafür die Verantwortung? Wer erklärt diese Fehlentwicklungen den Bewohner:innen und Anrainer:innen im Viertel? Der Geschäftsführer der Tabakfabrik? Sie werte Gemeinderät:innen der SPÖ, ÖVP und FPÖ? Der Aufsichtsrat der Tabakfabrik?


Ist Ihnen eigentlich bewusst, wie sie mit den Bewohner:innen hier umgehen und über die Bedürfnisse und Lebensqualität drüberfahren? Wie sehr dieses Projekt all den beschlossenen Zielen widerspricht und sich dieser Pfusch negativ auf die Bewohner:innen im Kaplanhofviertel auswirkt? 


Ich fordere alle im Gemeinderat auf, diesem Beschluss nicht näher zu treten. Und diesen Fehler nicht in Beton zu gießen.  


Noch ist Zeit, diese Projekte zu stoppen, ein ernsthaftes Mobilitätskonzept (was nebenbei von jedem kleinen Projektentwickler gefordert wird) für die Tabakfabrik zu machen und für intelligente Alternativen zu sorgen."

Update nach der Sitzung:

Die Garage wurde mit den Stimmen von SPÖ, ÖVP, FPÖ beschlossen.

Der Innenhof der Tabakfabrik wird begrünt. Die ILG baut ein Parkhaus mitten ins Wohnviertel und verbetoniert die Gleistrasse hinter dem Medicent. Der Verkehr wird ins Wohnviertel verfrachtet. Den Schaden haben die Kaplanhofviertler.


Darüber hinaus informiert die Tabakfabrik am 10.12.2025 um 15:35 Uhr (also nach dem Beschluss) das erste Mal ihre Community über das Parkhaus und die Parkplätze.

Das lässt den Schluss zu, dass es bis zu diesem Zeitpunkt keine Bedarfsanalyse gegeben hat.

Update 11.12.2025:

Eine knappe Woche gab es Stillstand auf der Baustelle, aber nach der gestrigen Gemeinderatssitzung geht heute der Abbruch in der Petzoldstraße/ Lederergasse weiter.


Interessantes Detail im Rendering des Parkhauses (siehe Bild unten): Wie pflanzt man einen Baum mit einem Kronendurchmesser von ca. 3m in einen Streifen, der vielleicht 50cm breit ist? Demnach müssten dann ca. 1,5m in das Parkhaus hineinragen…



Tabakfabrik-Garage soll an die Ecke Petzoldstraße/ Lederergasse kommen. Das 5-stöckige Parkhaus würde zusätzlich massiv Verkehr ins Kaplanhofviertel ziehen. Der Schaden für die Nachbarschaft ist groß. Piovesan fordert einen Stopp dieses Irrsinns.


Download Flugblatt - alles zusammengefasst:

Zur Erinnerung:

Im Oktober 2025 wurde im Rahmen des Linzer Sonderstadtsenats zum Budget 'ganz überraschend' der Bau einer weiteren Tabakfabrik-Garage mit 200 Stellplätzen im Kaplanhofviertel beschlossen. Der konkrete Standort wurde streng geheim gehalten. 


Diese Garage ist ein Folgeschaden des von Beginn an vollkommen überzogenen Projekts Quadrill. Ohne echten Plan und Stadtentwicklung wurde extrem verdichtet. Jetzt - kurz vor Fertigstellung - kommen die Fehlplanungen scheibchenweise ans Licht. 


Statt das Grundstück der Quadrill 'auszupressen' und dem privaten Gewinn zu opfern, hätte diese dazu dienen müssen, den Bestand der Tabakfabrik zu unterstützen. Der Neubau hätte das liefern und komplementieren müssen, was im denkmalgeschützten Behrens-Bau fehlt und auch nicht möglich ist. Das sind u.a. Parkplätze. Aus Gier und Inkompetenz wurde diese einmalige Chance verpasst. Mit neuen, ausgelagerten Garagen hat das Kaplanhofviertel jetzt den Schaden.



Die Bürgerinitiative Tabakfabrik - wir reden mit hat dazu eine Petition gestartet: "Widerstand gegen die Garage im Kaplanhofviertel."



Im Oktober 2025 wurde im Rahmen des Linzer Sonderstadtsenats zum Budget 'ganz überraschend' der Bau einer zusätzlichen Garage mit 200 Stellplätzen im Kaplanhofviertel beschlossen.Gegen diese Garage wehren wir uns vehement, da sie ein Folgeschaden des von Beginn an vollkommen überzogenen Projekts Quadrill ist. Ohne echten Plan und Stadtentwicklung wurde verdichtet, verdichtet und nochmals verdichtet – erst jetzt (faktisch nach Fertigstellung) kommen scheibchenweise die Fehlplanungen und Folgeschäden in Form zusätzlicher Versiegelungen ans Licht.


👉 Stattdessen braucht das Viertel mehr Durchgrünung, Parks, öffentlichen Verkehr und echte Lebensqualität – aber sicher keine neuen Garagen, die nur noch zusätzlichen Verkehr erzeugen.

Wir rufen daher zum Widerstand gegen diese Garage und zusätzliche Parkplätze auf!!


Chronologische Medienberichte:


Update 26.11.2025

"Meine schlimmsten Befürchtungen werden wahr“, so Anrainerin und PLUS-Gemeinderätin Brita Piovesan, "Die Tabakfabrik plant eine 5-stöckige Garage ins Kaplanhofviertel und fährt dabei über die Anrainer:innen einfach drüber! So kann man nicht mit der Nachbarschaft umgehen. Diese Garage ist einer der Schäden aus den städtischen Fehlplanungen rund um die Quadrill.“ 


Die neue Garage der Tabakfabrik im Kaplanhofviertel (Ecke Ledergasse/ Petzoldstraße) -de facto eine Pendlergarage mitten in der Stadt - wird immer konkreter. "Doch sie entspricht weder den Vorgaben der Städtebaulichen Kommission für das Hafen- und Schachthofviertel, noch irgendeinem städtischen Ziel.“ so Piovesan.


Abgesehen davon ist die Aussage von Herrn Eidenberger "Es wird zu keiner zusätzlichen Verkehrsbelastung im Kaplanhofviertel kommen.“ (OÖN Artikel ), wohl bewusst eine Falschinformation.


Denn das stimmt natürlich nicht, weil die Lage der Stellplätze macht es aus. Die neue Garage ist mitten im Stadtteil geplant, die Stellplätze auf der ehemaligen Gleistrasse, hinter der Fleischmarkthalle, waren direkt an die Hafenstraße angebunden. Diese waren darüber hinaus nur als Provisorium geplant und hätten rückgebaut werden sollen. Jetzt, nachdem in der großen Quadrill-Garage nichts für den Altbau der Tabakfabrik reserviert wurde (zur Erinnerung: die Stadt hat dem Investor 500 Stellplätze nachgelassen um den Schwellenwert für eine UVP gezielt zu unterschreiten), wird die Garage ins Viertel verfrachtet. 


"Das geht so nicht! Ein grobes Versagen (wider bessern Wissens) zu Lasten der Bevölkerung! Auf den ich nebenbei seit 6 Jähren hinweise -  unser Viertel darf keinen Schaden durch diesen Megabau erleiden!“ so Piovesan verärgert. 


27.11.2025, OÖN





Offener Brief der Anrainer:innen Hr Binder und Hr Blasckek an die Mitglieder des Gemeinderats vom 28.11.2025


Update 1.12.2025 - Baumrodungen:


Update 4.12.2025:


4.12.2025, tips


4.12.2025, MeinBezirk


Update 5.12.2025:

Tabakfabrik-Garage wird 800 Meter vom Ziel ins Kaplanhofviertel geklotzt. Insgesamt fast 1000 Stellplätze für das gesamte Areal der TFL erfordern eine Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP). Weiters fehlen: ein Mobilitätskonzept, eine Nutzerbefragung und die Prüfung durch den Gestaltungsbeirat.

Zurück an den Start: “Tabakfabrik-Garagen-Pfusch gehört sofort gestoppt.”


Die Geschichte der geplanten Tabakfabrik-Garage an der Ecke Petzoldstraße/ Lederergasse wird immer absurder: “Aus vertraulichen Gesprächen weiß ich nun, dass die Garage auf diesem ungeeigneten Grundstück eine panische Hauruck-Aktion ist. So hat der Geschäftsführer der Tabakfabrik dieses Projekt erst vor Kurzem innerhalb weniger Wochen „beschlossen“, so Brita Piovesan entsetzt über diese Planlosigkeit. Sie liegt 800 Meter vom Ziel entfernt, ein Mobilitätskonzept (sonst bei jedem kleinen Projekt in Linz gefordert) existiert einfach nicht, die Mieter:innen der Tabakfabrik wurden nicht involviert, eine Nutzerbefragung gibt es auch nicht. “Bitte, wie arbeiten die? Gerade städtische Unternehmen, wie die TFL und die ILG, müssen vorbildhaft und transparent planen. So geht das nicht. Zurück an den Start. Dieser Tabakfabrik-Garagen-Pfusch gehört sofort gestoppt.” fordert Piovesan.


3000 bestehende Stellplätze in der Nähe gehören gemanagt

Der Bau der neuen Tabakfabrik-Garage entsteht einzig aus dem ‘plötzlichen’ Druck, den Innenhof bis Juni 2026 autofrei zu bekommen und weil das provisorische Gleistrassen-Parken der S-Bahn-Baustelle weichen muss – ein ‘Notfall’, den die Tabakfabrik seit Jahren kennt und dennoch keine Lösungen für ihr Parkplatzproblem entwickelt hat.


„Was für ein Pfusch!“, kritisiert Anrainerin und PLUS-Gemeinderätin Brita Piovesan: “Jetzt ohne Konzept Parkplätze ins Kaplanhofviertel zu betonieren, ist eine Zumutung für alle, die hier wohnen. Ein Mobilitätskonzept hingegen würde Lösungen bringen, denn in unmittelbarer Nähe gibt es bereits 3000 Stellplätze, die gemanagt gehören. Die S-Bahn wird in wenigen Jahren in Betrieb genommen und die neuen Buslinien sind im Anmarsch. Das Kaplanhofviertel gehört intelligent entlastet und ist nicht der Parkplatz der Tabakfabrik.”


"Leider es kommt noch dicker. Denn laut Insidern soll auch der Gehsteig in der Petzoldstraße für die Tabakfabrik-Garage weichen, weil das Grundstück zu klein ist! Und das, obwohl die Petzoldstraße mittlerweile zur Durchzugsstraße (auch für den Schwerverkehr) mutiert ist. Versprochen war das Gegenteil: ein rasches Schließen nach der provisorischen Öffnung durch die Dynatrace-Baustelle." so die Anrainer. “Uns reicht es gewaltig mit der Willkür bei Planungen in unserem Viertel”.


Forderungen von LinzPLUS:

  1. Sofortiger Baustopp der Garage in der Petzoldstraße

  2. Entwicklung eines umfassenden Mobilitätskonzepts für die Tabakfabrik im Kaplanhofviertel

  3. Stellplatz-Management der bestehenden rund 3000 existierenden Stellplätze im Umfeld

  4. 4,7 Millionen Euro* Steuergeld für den Umweltverbund (ÖV + Rad + Fußverkehr) und nachhaltige Mobilität im Viertel statt Garage und Parkplätze 

  5. Petzoldstraße für Durchzugsverkehr wieder schließen – wie versprochen

  6. Volle Transparenz für die Bewohner:innen im Viertel

  7. Entsiegelung der Gleistrasse hinter dem Medicent und Entwicklung zu einem Park


Download der Presseaussendung:




Autorin: LinzPLUS

10.12.2025

1 Kommentar


anna lii
anna lii
06. Jan.

Ein umstrittenes Parkhaus-Projekt rund um die Tabakfabrik Linz sorgt für Kritik – viele sehen darin eine Fehlplanung, die den Verkehr ins Wohngebiet verlagert. https://casinoroby.de/

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