Regional-Stadtbahn Linz – Umsetzungs-Garantie für Gesamtprojekt
- 26. Feb.
- 4 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 23. März
Die Regional-Stadtbahn Linz ist ein zentrales Projekt der Verkehrswende für unsere Stadt und den Ballungsraum. Dabei bilden die neuen Linien S6 (Richtung Kleinzell) und S7 (Richtung Gallneukirchen) eine leistungsfähige Regionalverbindung. Zehntausenden Pendler:innen aus dem nordwestlichen und nordöstlichen Mühlviertel wird so, in Kombination mit Park & Ride an den Haltestellen, ein schneller und bequemer ÖPNV geboten. Das stärkt unseren Wirtschaftsstandort. LinzPLUS bringt dazu in der kommenden Gemeinderatssitzung zwei Anträge ein: eine klare Umsetzungs-Garantie für das Gesamtprojekt sowie den frühzeitigen Start der Grünraumgestaltung in den Donauauen entlang der Trasse zwischen dem Nahverkehrsknoten Urfahr-Ost und Auhof. Ziel ist es, lange vor Baubeginn in den 2030er-Jahren mit der Freiraumgestaltung und der Pflanzung neuer Bäume zu beginnen, um wertvolle Wachstumsjahre für das Stadtklima zu gewinnen.

“Vision” Regional-Stadtbahn Oberösterreich:
Beide Anträge im Video erklärt.
Zu Antrag 1: Umsetzungs-Garantie für Gesamtprojekt
Herzstücke für das Projekt Regional-Stadtbahn sind die Durchbindung vom Linzer Hauptbahnhof zum Mühlkreisbahnhof sowie die direkte Anbindung an das Universitätsviertel im Stadtteil Auhof. Diese Abschnitte auf dem Linzer Boden sollen zuerst errichtet werden. Erst dann ist der weitere Ausbau nach Gallneukirchen und Pregarten geplant. Die Finanzierung und Realisierung dafür sind allerdings noch offen.

Innerstädtische Trasse https://www.regional-stadtbahn.at/de/streckenverlauf.html#c2128
Doch die Durchbindung und insbesondere die Anbindung an Auhof machen erst wirklich Sinn, wenn das gesamte, regionale Projekt realisiert wird. Ein 'isolierter Rumpf' innerhalb des Stadtgebiets – also der (in der Grafik oben rot eingezeichnete) Mittelteil, ohne gesicherte Weiterführung wäre nicht zufriedenstellend.
Denn die negativen Auswirkungen an der aktuell gewählten Trasse am Damm sind enorm. So kommt es im Abschnitt zwischen dem Nahverkehrsknoten Urfahr-Ost bis Auhof zu erheblichen Beeinträchtigungen für Anrainer:innen sowie Eingriffen in den Grünzug, ins Wasserschongebiet und ins Naherholungsgebiet. Zahlreiche Bäume und ökologisch wertvolle Freiräume würden der Trassenführung zum Opfer fallen. Die Qualität der Heilhamer Au wäre stark betroffen: Die schweren Eingriffe und Schäden durch die Baustelle, die Trasse und den Betrieb sind nur durch die erwartbaren, positiven Effekte einer regional wirksamen Stadtbahn zu rechtfertigen.
Visualisierung: Planungsstand Juni 2025. Der Damm muss verbreitert werden, mindestens eine Baumreihe fällt. Das erfordert massive Eingriffe im rot markierten Bereich.

Die Eingriffe werden massiver ausfallen als im Bild oben dargestellt. Hier rot markiert.

Luftbild: Die Heilhamer Au ist ein wichtiges Naherholungsgebiet.
Die von den Planer:innen gewählte Trassenführung erfordert massive Eingriffe in die Landschaft und somit die Flächenwidmung (derzeit Grünzug).
Garantie für Gesamtpaket
Da die schweren Eingriffe nur dann standortpolitisch und stadtklimatisch vertretbar sind, wenn die Regional-Stadtbahn tatsächlich im Ganzen umgesetzt wird – also inklusive der Linien S6 und S7 - braucht es unseres Erachtens eine Garantie für die Realisierung. Sonst droht ein Schildbürgerstreich. Ohne den beiden Ästen bliebe nur der ‘Rumpf’ mit erheblichen ökologischen und städtebaulichen Kollateralschäden – jedoch ohne den versprochenen Nutzen für die Region und den Wirtschaftsstandort - übrig.
Der bloße Bau des Linzer Abschnitts, ohne gesicherte politische und finanzielle Zusagen und fixen Zeitplan für den Weiterbau in beide Richtungen, ist aus städtischer Sicht nicht zu erklären und zu verantworten. Daher erwarten wir uns bis zur Beschlussfassung der nötigen Flächenwidmungsänderungen alle schriftlichen Beschlüsse und Zusagen - praktisch Garantien und ein verbindliches Commitment - zum Gesamtprojekt der Regional-Stadtbahn.
Download des PLUS-Antrags:
Download PLUS-PA, 27.2.2026:
PLUS-Fraktion fordert Garantie für das Gesamtprojekt. Denn nur wenn der Ausbau nach Gallneukirchen auch wirklich erfolgt, sind die Schäden im Linzer Naherholungsgebiet Donauauen zu rechtfertigen. Politische und finanzielle Beschlüsse müssen vorliegen, bevor es losgeht und der Grünzug in Linz umgewidmet wird. Dazu ist Bürgermeister und Stadtplanungsreferent am Zug.
“Diese massiven Eingriffe in den Grünzug sind nur zu rechtfertigen, wenn das Paket auch wirklich zur Gänze umgesetzt wird. Erst dann gibt es die lang ersehnte Wirkung für die Pendler:innen und den Wirtschaftsstandort. Für dieses regionale Gesamtprojekt braucht es Garantien. Und zwar bevor der Grünzug durch den Linzer Gemeinderat umgewidmet wird und hunderte Bäume fallen.” so PLUS-Gemeinderätin Brita Piovesan. “Ein 'isolierter Rumpf' innerhalb des Stadtgebiets, ohne gesicherte Weiterführung wäre nicht zufriedenstellend, eigentlich ein Schildbürgerstreich.”
Die PLUS-Fraktion bringt daher einen Antrag für die nächste Gemeinderatssitzung am 19.3.2026 ein, der eine verbindliche Umsetzungs-Garantie für das Gesamtpaket verlangt – bevor der Gemeinderat die notwendigen Flächenwidmungsänderungen beschließt.
Auf der Seite der OÖ Schiene sieht man auch 3 Varianten der Trassenprüfung:
Variante 2 wurde gewählt. Fragen und Antworten der Schiene OÖ findet man hier ->
ausgewählte Variante 2 (ausgeschiedene Variante 3, ausgeschiedene Variante 1)
Seit Dezember 2025 gibt es genaue Karten:
Projektüberblick: https://soe.projectatlas.app/regional-stadtbahn-linz/projektkarte/neu?map=48.300790,14.307160,15.54,0,0
Alle Pläne: https://soe.projectatlas.app/regional-stadtbahn-linz/page/plans?map=48.314802,14.286008,13.17,0,0
Zu Antrag 2: "Vor- statt Nachpflanzen"
Eine Möglichkeit, diese wahrscheinlich eintretenden Schäden zu verringern und die Akzeptanz dieser massiven Eingriffe bei der Bevölkerung zu erhöhen, wäre schon jetzt, mit der Freiraumplanung zu beginnen und in weiterer Folge für eine möglichst rasche Neupflanzung zu sorgen.
Wertvolle Wachstumsjahre und somit enorme stadtklimatische Wirkung könnten dadurch gewonnen werden. Genau das ist das Ziel dieses Antrags. Der Prozess der dafür nötigen Freiraum- und Grünraumplanung soll von Seiten der Stadt angestoßen werden und so zum raschen Pflanzen neuer Bäume sorgen. Nicht nach, sondern lange vor der Baustelle. ‘Vorpflanzen’ statt Nachpflanzen sozusagen.
Download des Antrags:
Medienberichte:
17.3.2026 OÖN: Ersatz für gefällte Bäume schon vor Baubeginn der Linzer Stadtbahn pflanzen | Nachrichten.at

20.3.2026, Linza.at:

👉 Ein Memorandum verpflichtet politisch – aber nicht rechtlich.
Ein Memorandum ist:👉 kein Gesetz👉 kein Bescheid👉 kein Vertrag (im rechtlichen Sinn) -also nicht einklagbar
Autorin: LinzPLUS
26.2.2026

















































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