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Auberg 'Am Teich' - Diese 'Luger-Praxis' muss endlich aufhören!

  • vor 7 Stunden
  • 3 Min. Lesezeit

Am Auberg ist offenbar eine Bebauungsplan-Änderung im Gange, „aber nicht, wie man es erwarten dürfte, nämlich im öffentlichen Interesse, sondern nur für ein einziges Investoren-Projekt! Dort wo jetzt Garagen stehen - und eigentlich eine Entsiegelung und Erweiterung der Grünflächen angesagt wäre - soll ein dreistöckiges Gebäude auf Wunsch eines Immobilienentwicklers entstehen.“ ist Lorenz Potocnik, Stadtentwickler und PLUS-Fraktionsobmann, erzürnt. „Hören denn diese Spekulationen und Anlasswidmungen in Linz nie auf? Denkt eigentlich irgendwer an die Nachbarn, die plötzlich ein bis zu 11 Meter hohes Bauwerk direkt vor die Nase betoniert bekommen sollen?“


Auf dem nur 1205 m2 großen Grundstück soll ein 3-Geschosser entstehen. Ursprünglich waren der Wunsch der Investoren sogar fünf Geschosse.


Das muss aufhören: Bürgermeister und Planungsreferent Dietmar Prammer ist gut beraten, mit dieser zehnjährigen ‚Luger-Praxis‘ abzufahren und endlich echte Stadtentwicklung zu betreiben. „Selbstbewusst und im öffentlichen Interesse. Nicht auf Zuruf von Maklern und Immo-Dealern, die das Projekt schon online anpreisen und verkaufen wollen, bevor noch irgendetwas beschlossen wurde.“ Denn das (noch dazu hässliche) Projekt wurde weder im Gemeinderat beschlossen (Bebauungsplan-Änderung), noch je im Gestaltungsbeirat begutachtet.


Bis vor ein paar Stunden war das Projekt noch hier zu finden: 'Referenzen | Zukunfts Immobilien' Screenshot siehe unten Allein die Änderung des Bebauungsplans würde den Eigentümern übrigens einen ‚Widmungsgewinn‘ von rund 1.000.000 Euro verschaffen. Durch diese Bebauungsplan-Änderung würden die Eigentümer:in einen "Widmungsgewinn von über einer Million € machen. Im Hintergrund wird das Projekt bereits angeboten und nach Käufern gesucht. 


„Noch dazu wurden offenbar die unmittelbar betroffenen Anrainer nicht einmal informiert“, so Potocnik, „da wird eine Bebauungsplan-Änderung ohne öffentlichem Interesse in Gang gesetzt und die, die den Schaden hätten, werden nicht einmal informiert.“ Zu sagen, ‚Pech gehabt, ihr seid leider außerhalb des Bebauungsplans‘ geht nicht. Denn die angrenzenden Anrainer sind die eigentlich Betroffenen. Diese gehören einbezogen um Stellung beziehen zu können. „Abgesehen von diesem rücksichtslosen Umgang, gehört dort gar nichts hin. Die Garagen gehören mittel- bis langfristig entfernt und das Gebiet entsiegelt.“ so Potocnik überzeugt.



Aussendung der Anrainer:innen 'Am Teich' vom 6.3.2026

Auf einem derzeit mit Garagen bebautem Grundstück “Am Teich“ wird um eine Umwidmung für ein dreistöckiges Wohnhaus mit Tiefgarage angesucht. Die Größe des Projektes und der vorhandene Platz auf einem engen Grundstück sind stadtplanerisch zu hinterfragen. Die gewünschte Änderung des Bebauungsplans ist daher in erster Linie als Spekulationsobjekt ohne öffentliches Interesse anzusehen.



Nicht einmal informiert

Wir, direkt betroffene Anrainer, die an das strittige Investorenprojekt angrenzen, wurden im November 2025 von der Stadt Linz nicht von dem Ansuchen informiert. „Wir haben davon nur zufällig erfahren“, so Anwohner Familie Hirnschrodt und hatten daher nicht die Möglichkeit, Einwände zur Bebauungsplanänderung zu erheben. Die Anlage ragt mit drei Geschossen unmittelbar vor unseren Gärten in die Höhe. Ein wertvoller alter Baumbestand würde dem Bau zum Opfer fallen. Durch die Bedrohung unseres Baumbestandes sind wir von einer geplanten Umwidmung auch direkt betroffen und hätten vorab informiert werden müssen. Im Hintergrund wird das Projekt angeblich sogar schon gehandelt, obwohl noch keine Bewilligung vorliegt. 


Anwohnerin Andrea Schrenk hat vor ein paar Wochen rein zufällig erfahren, dass in ihrer unmittelbaren Nachbarschaft ein 3-stöckiges Investorenprojekt errichtet werden soll. „In unserer Straße nur wenige Meter entfernt, wird zum Glück seit Jahrzehnten jede kleine bauliche Veränderung des Ortsbildes akribisch kontrolliert. Und nun soll plötzlich auf Wunsch eines Investors ein viel zu großer Klotz auf einem dafür nicht geeigneten Platz, kraft einer eigens dafür eingeleiteten Bebauungsplanänderung, ins Viertel betoniert werden?” 

 

Wiederholt sich die Geschichte? Vor über fünfzig Jahren wurden die Hochhäuser hinter unseren Gärten gebaut. Es hat vorab keine Information der Reihenhausbewohner gegeben. Nach dem Beschluss im Gemeinderat hat es angeblich keine Möglichkeit mehr gegeben, Einspruch zu erheben. Wie die Hochhäuser in das Wohngebiet, bzw. das Stadtbild passen, darf jeder für sich beurteilen.


Petition gestartet

„Um das Spekulationsobjekt zu stoppen und um alle zu informieren, haben wir eine Petition gestartet.“ so Nachbar Klaus Schmitt. „Direkt am Grünzug und neben wertvollen städtischen Biotopen ist kein Platz für ein großes Wohnhaus. Das Projekt liegt an der beliebten und sehr frequentierten Spazierstrecke ins Naherholungsgebiet. Schon wieder würden wertvolle, alte Bäume einer Tiefgarage zum Opfer fallen. Eigentlich braucht es mehr Grünflächen, Entsiegelung und Kühlung.


Download der Anrainer-Petition:


Grünfläche statt Versiegelung

Wir ersuchen die Verantwortlichen der Stadt sich selbst ein Bild von dem Projekt zu machen, um zeitgerecht die Notbremse ziehen zu können. Der Investor hat Garagen gekauft und dabei soll es bleiben. Es gibt kein Argument, das zu ändern, außer man will Investoren und Anlegern zu raschem Gewinn verhelfen. 




Medienberichte:


Autorin: LinzPLUS

8.3.2026

 
 
 

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