Raus aus dem Volksgarten, Neustart in Urfahr!
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“Trotz aller Bemühungen zieht der ‘Weihnachtsmarkt’ den Volksgarten alljährlich schwer in Mitleidenschaft”, so PLUS-Fraktionsobmann Lorenz Potocnik. Der lange Aufbau beginnt bereits Ende Oktober, erfordert schweres Gerät und Fahrzeuge, die tiefe Spuren hinterlassen und die Fuß- und Radwege wochenlang blockieren. Der Rasen wird trotz verbesserter Überdeckung immer noch kaputt und ist in Folge erst ab Juni wieder halbwegs repariert. Während des Markts liegt sehr viel Müll herum und auch die Aufräumarbeiten danach ziehen sich jedes Jahr bis Anfang März. Eine ‘Schlussreinigung’ erfolgt gar nicht, Mobile E-Verteiler werden viel zu lange nicht entfernt (Ende Februar!) und Bänke und Mülltonnen sind insgesamt fast ein halbes Jahr nicht an Ort und Stelle. Aktuell sind diese - so wie jedes Jahr zu dieser Zeit - immer noch weg und der Zustand der “Grünflächen” ist erbärmlich.
“Da es bisher nicht gelungen ist, den Markt an diesem Ort parkschonend zu veranstalten, mache ich erneut einen Anlauf, diesen komplett neu zu erfinden. Ein Ortswechsel des Weihnachtsmarkts auf das Gelände des Urfahraner Jahrmarkts scheint dafür ideal.”

Das befestigte Gelände beim Jahrmarkt zwischen Verlängerter Kirchengasse und Ars-Electronica-Straße ist 9.300 m2 groß und verfügt über alle elektrischen Anschlüsse. Der Ort an der Donau ist charmant, der Weihnachtsmarkt würde keinen Schaden anrichten.
Volksgarten ‘befreien’, Markt neu starten
“Ich sehe die Chance, den Weihnachtsmarkt qualitativ zu verbessern und gleichzeitig den Volksgarten endlich zu schonen.” so Stadtentwickler Potocnik. “Der Park würde so seiner eigentlichen Nutzungsbestimmung ganzjährig zur Verfügung stehen und auch besser weiterentwickelt werden können." Denn die letzten Jahre wurden z.B. Bäume nicht dort gepflanzt, wo sie landschaftsplanerisch und gestalterisch Sinn machen, sondern dort, wo sie Hütten des Weihnachtsmarkts nicht stören.
Marktreferent am Zug
Vizebürgermeister und Marktreferent Martin Hajart wird im PLUS-Antrag aufgefordert, für den Weihnachtsmarkt im Volksgarten ein neues Konzept und einen neuen Ort zu erarbeiten. Ziel soll sein, den wichtigen Volksgarten endlich wieder ganzjährig als Park nutzen zu können, die Qualität des Marktes zu heben sowie den Weihnachtsmarkt inhaltlich neu zu positionieren. Dazu möge er den rund 9.000 m2 großen, befestigten Standort am Urfahrmarktgelände zwischen Ars-Electronica-Straße und Verlängerter Kirchengasse prüfen. Wenn möglich, soll dies bereits im Winter 2026/27 umgesetzt werden.
DOWLOAD PLUS-Antrag:
Medienberichte:
Laufende Facebook Beiträge zur Situation im Volksgarten:
3. März 2026: “Auch über zwei Monate nach dem 'Weihnachtsmarkt' sind sämtliche Bänke immer noch verräumt, Mülltonnen nicht wieder hingestellt und ja, die Wiesen sowieso grauslich. Bis der Park wieder annähernd hergestellt wird, dauert es noch - wie jedes Jahr - bis Mai.
Daran hat sich auch seit der Zuständigkeit von Eva Schobesberger (Herbst 2021) nichts geändert. Immer noch Gatsch, immer noch keine Grundreinigung nach dem Markt, immer noch monatelang keine Bänke und Mülleimer.
Ich will das ändern. Ich will, dass sich der wichtigste Park der Linzer Innenstadt endlich entwickeln kann, der Rasen gepflegt wird, es sauber ist und sich niemand fürchten muss. Ich will, dass alle das ganze Jahr im Park sitzen können und dass sich der Weihnachtsmarkt endlich neu erfindet und z.B. nach Urfahr auf das befestigte Jahrmarktgelände verlegt wird. Ich meine das Areal neben dem Friedhof, zwischen Verlängerter Kirchengasse und Ars-Electronica-Straße.”

5. Februar 2026: “Nach dem Weihnachtsmarkt gleicht der Linzer Volksgarten einer Müllhalde. Politiker Lorenz Potocnik greift selbst an und ist stinksauer.”
23. Januar 2026: “Um Volksgarten liegt nach dem Weihnachtsmarkt viel Abfall in den Wiesen. Würde mir wünschen, dass sich hier endlich etwas verbessert.”
22. Oktober 2025: “Volksgarten, 22. Oktober. Die Wiese hat sich gerade etwas erholt... schon beginnt wieder der Aufbau für den Weihnachtsmarkt. Wieder rollen die schweren LKWs an, wieder wird alles überplattet und der Park ist ein halbes Jahr beeinträchtigt. Immer das Gleiche. Es fehlt meines Erachtens an Ideen und Witz. +++ Auch das würde ich als #Bürgermeister ändern. Ich würde für einen Ideenwettbewerb sorgen und die Veranstaltung aus dem Park bzw. den Grünflächen rausholen. Stattdessen eine Straße sperren oder einen anderen Platz suchen.”

14. April 2023: “Vorgestern - nach drei Monaten - wurden die zerstörten Rasenflächen durch die Mitarbeiter der Gartenabteilung oberflächlich saniert, ein paar Zentimeter aufgelockert und Grassamen gesät. Der halbe Volksgarten ist somit gesperrt und wird die nächsten 2 Monate verschandelt sein. Die Wiese ist frühestens Ende Juni wieder betretbar. Abgesehen davon, dass der Park so in Summe über ein halbes Jahr seiner eigentlichen Nutzung beraubt wird und diese Sanierungen der Stadt Linz viel Geld kosten, wurden große Flächen bei den Reparaturen einfach "vergessen". +++ Da ich dort fast täglich durchgehe, weiß ich, dass Schäden zum Teil über zwei Jahre alt sind und immer noch nicht repariert wurden. Stadträtin Eva Schobesberger empfehle ich wärmstens die Parks, für die sie zuständig ist, auch regelmäßig selbst zu besuchen und zu begutachten. +++ Ich bleibe dabei: der Weihnachtsmarkt ist in den letzten Jahren ausgeufert und gehört raus aus dem Park auf eine versiegelte Fläche. Der Schaden am Park (und an der Nutzbarkeit) ist zu groß und steht sich nicht dafür. Es braucht dringend das versprochene und einstimmig beschlossene neue Konzept.”
Autorin: LinzPLUS
10.3.2026























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