Tabakfabrik-Hochgarage: Noch ein neuer Verkehrserreger im Kaplanhofviertel!
- linzplus
- 19. Nov. 2025
- 5 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 10. Dez. 2025
Die bisher geheime Hochgarage soll nun an der Ecke Petzoldstraße/ Lederergasse errichtet werden. Vertrauliche Visualisierungen beweisen das. Das 5-stöckige Parkhaus für 200 Fahrzeuge der Tabakfabrik wird täglich 800 PKW-Fahrten zur Folge haben. Das würde das Viertel massiv be- statt entlasten. „Wieder einmal fehlt der Stadt ein Plan. Die 5-stöckige Garage - 700 Meter von der Tabakfabrik entfernt - ist eine Hauruck-Aktion. Um den Hof der Tabakfabrik autofrei und hübsch zu machen, wird der Verkehr rücksichtslos ins Viertel verfrachtet. Das ist genau das, wovor ich immer gewarnt habe. Statt das verkehrsgeplagte Viertel aufzuwerten und zu beruhigen, hat die Nachbarschaft den Schaden der (vollkommen überzogenen Verdichtung) der Quadrill.” so Brita Piovesan, Anwohnerin und PLUS-Gemeinderätin.

‘Geheimprojekt’ enthüllt: Tabakfabrik-Garage soll an die Ecke Petzoldstraße/ Lederergasse kommen. Das 5-stöckige Parkhaus würde zusätzlich massiv Verkehr ins Kaplanhofviertel ziehen. Der Schaden für die Nachbarschaft ist groß. Piovesan fordert Transparenz für die Nachbar:innen.
Download Flugblatt - alles zusammengefasst:
Keine Vorteile für die Bewohner:innen im Viertel
„Eine Garage an diesem Ort ist rein für die Mitarbeiter:innen der Tabakfabrik – und das 700 Meter entfernt vom eigentlichen Ziel“, wundert sich Piovesan. „Damit werden Petzold- und Holzstraße sowie die Lederergasse noch mehr zu Durchzugs- und Zubringerrouten – völlig ohne öffentliche Diskussion. Hat eigentlich jemand die Bewohner:innen des Kaplanhofviertels gefragt?!”
„Ein Parkhaus mit 200 Stellplätzen bedeutet 600 bis 800 zusätzliche Fahrten pro Tag.“, so ein besorgter Anrainer, der LinzPLUS kontaktiert hat. „Will man uns hier verdrängen? Dieses Vorgehen der Tabakfabrik und der Stadt erinnert an Methoden von Spekulanten – die alteingesessene Mieter Schritt für Schritt rausekeln.“
Zu den 5 Stockwerken:
Das Grundstück misst rund 1.250 m². Ein Stellplatz benötigt – inklusive Fahrgassen – etwa 30 bis 32 m². Für 200 Stellplätze ergibt das rund 6.000 m² Nutzfläche. Auf diesem Grundstück entspricht das rechnerisch etwa fünf Ebenen. (6.000 m² ÷ 1.250 m² = 4,8 Ebenen).
Zur Erinnerung:
Im Oktober 2025 wurde im Rahmen des Linzer Sonderstadtsenats zum Budget 'ganz überraschend' der Bau einer weiteren Tabakfabrik-Garage mit 200 Stellplätzen im Kaplanhofviertel beschlossen. Der konkrete Standort wurde streng geheim gehalten.
Diese Garage ist ein Folgeschaden des von Beginn an vollkommen überzogenen Projekts Quadrill. Ohne echten Plan und Stadtentwicklung wurde extrem verdichtet. Jetzt - kurz vor Fertigstellung - kommen die Fehlplanungen scheibchenweise ans Licht.
Statt das Grundstück der Quadrill 'auszupressen' und dem privaten Gewinn zu opfern, hätte diese dazu dienen müssen, den Bestand der Tabakfabrik zu unterstützen. Der Neubau hätte das liefern und komplementieren müssen, was im denkmalgeschützten Behrens-Bau fehlt und auch nicht möglich ist. Das sind u.a. Parkplätze. Aus Gier und Inkompetenz wurde diese einmalige Chance verpasst. Mit neuen, ausgelagerten Garagen hat das Kaplanhofviertel jetzt den Schaden.
Die Bürgerinitiative Tabakfabrik - wir reden mit hat dazu eine Petition gestartet: "Widerstand gegen die Garage im Kaplanhofviertel."
Im Oktober 2025 wurde im Rahmen des Linzer Sonderstadtsenats zum Budget 'ganz überraschend' der Bau einer zusätzlichen Garage mit 200 Stellplätzen im Kaplanhofviertel beschlossen.Gegen diese Garage wehren wir uns vehement, da sie ein Folgeschaden des von Beginn an vollkommen überzogenen Projekts Quadrill ist. Ohne echten Plan und Stadtentwicklung wurde verdichtet, verdichtet und nochmals verdichtet – erst jetzt (faktisch nach Fertigstellung) kommen scheibchenweise die Fehlplanungen und Folgeschäden in Form zusätzlicher Versiegelungen ans Licht.
👉 Stattdessen braucht das Viertel mehr Durchgrünung, Parks, öffentlichen Verkehr und echte Lebensqualität – aber sicher keine neuen Garagen, die nur noch zusätzlichen Verkehr erzeugen.
Wir rufen daher zum Widerstand gegen diese Garage und zusätzliche Parkplätze auf!!
Medienberichte:
Update 26.11.2025
"Meine schlimmsten Befürchtungen werden wahr“, so Anrainerin und PLUS-Gemeinderätin Brita Piovesan, "Die Tabakfabrik plant eine 5-stöckige Garage ins Kaplanhofviertel und fährt dabei über die Anrainer:innen einfach drüber! So kann man nicht mit der Nachbarschaft umgehen. Diese Garage ist einer der Schäden aus den städtischen Fehlplanungen rund um die Quadrill.“
Die neue Garage der Tabakfabrik im Kaplanhofviertel (Ecke Ledergasse/ Petzoldstraße) -de facto eine Pendlergarage mitten in der Stadt - wird immer konkreter. "Doch sie entspricht weder den Vorgaben der Städtebaulichen Kommission für das Hafen- und Schachthofviertel, noch irgendeinem städtischen Ziel.“ so Piovesan.
Abgesehen davon ist die Aussage von Herrn Eidenberger "Es wird zu keiner zusätzlichen Verkehrsbelastung im Kaplanhofviertel kommen.“ (OÖN Artikel ), wohl bewusst eine Falschinformation.
Denn das stimmt natürlich nicht, weil die Lage der Stellplätze macht es aus. Die neue Garage ist mitten im Stadtteil geplant, die Stellplätze auf der ehemaligen Gleistrasse, hinter der Fleischmarkthalle, waren direkt an die Hafenstraße angebunden. Diese waren darüber hinaus nur als Provisorium geplant und hätten rückgebaut werden sollen. Jetzt, nachdem in der großen Quadrill-Garage nichts für den Altbau der Tabakfabrik reserviert wurde (zur Erinnerung: die Stadt hat dem Investor 500 Stellplätze nachgelassen um den Schwellenwert für eine UVP gezielt zu unterschreiten), wird die Garage ins Viertel verfrachtet.
"Das geht so nicht! Ein grobes Versagen (wider bessern Wissens) zu Lasten der Bevölkerung! Auf den ich nebenbei seit 6 Jähren hinweise - unser Viertel darf keinen Schaden durch diesen Megabau erleiden!“ so Piovesan verärgert.
27.11.2025, OÖN

Offener Brief der Anrainer:innen Hr Binder und Hr Blasckek an die Mitglieder des Gemeinderats vom 28.11.2025
Update 1.12.2025 - Baumrodungen:
Update 4.12.2025:
4.12.2025, tips
4.5.12.2025, MeinBezirk:

Update 5.12.2025:
Tabakfabrik-Garage wird 800 Meter vom Ziel ins Kaplanhofviertel geklotzt. Insgesamt fast 1000 Stellplätze für das gesamte Areal der TFL erfordern eine Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP). Weiters fehlen: ein Mobilitätskonzept, eine Nutzerbefragung und die Prüfung durch den Gestaltungsbeirat.
Zurück an den Start: “Tabakfabrik-Garagen-Pfusch gehört sofort gestoppt.”

Die Geschichte der geplanten Tabakfabrik-Garage an der Ecke Petzoldstraße/ Lederergasse wird immer absurder: “Aus vertraulichen Gesprächen weiß ich nun, dass die Garage auf diesem ungeeigneten Grundstück eine panische Hauruck-Aktion ist. So hat der Geschäftsführer der Tabakfabrik dieses Projekt erst vor Kurzem innerhalb weniger Wochen „beschlossen“, so Brita Piovesan entsetzt über diese Planlosigkeit. Sie liegt 800 Meter vom Ziel entfernt, ein Mobilitätskonzept (sonst bei jedem kleinen Projekt in Linz gefordert) existiert einfach nicht, die Mieter:innen der Tabakfabrik wurden nicht involviert, eine Nutzerbefragung gibt es auch nicht. “Bitte, wie arbeiten die? Gerade städtische Unternehmen, wie die TFL und die ILG, müssen vorbildhaft und transparent planen. So geht das nicht. Zurück an den Start. Dieser Tabakfabrik-Garagen-Pfusch gehört sofort gestoppt.” fordert Piovesan.
3000 bestehende Stellplätze in der Nähe gehören gemanagt
Der Bau der neuen Tabakfabrik-Garage entsteht einzig aus dem ‘plötzlichen’ Druck, den Innenhof bis Juni 2026 autofrei zu bekommen und weil das provisorische Gleistrassen-Parken der S-Bahn-Baustelle weichen muss – ein ‘Notfall’, den die Tabakfabrik seit Jahren kennt und dennoch keine Lösungen für ihr Parkplatzproblem entwickelt hat.
„Was für ein Pfusch!“, kritisiert Anrainerin und PLUS-Gemeinderätin Brita Piovesan: “Jetzt ohne Konzept Parkplätze ins Kaplanhofviertel zu betonieren, ist eine Zumutung für alle, die hier wohnen. Ein Mobilitätskonzept hingegen würde Lösungen bringen, denn in unmittelbarer Nähe gibt es bereits 3000 Stellplätze, die gemanagt gehören. Die S-Bahn wird in wenigen Jahren in Betrieb genommen und die neuen Buslinien sind im Anmarsch. Das Kaplanhofviertel gehört intelligent entlastet und ist nicht der Parkplatz der Tabakfabrik.”
"Leider es kommt noch dicker. Denn laut Insidern soll auch der Gehsteig in der Petzoldstraße für die Tabakfabrik-Garage weichen, weil das Grundstück zu klein ist! Und das, obwohl die Petzoldstraße mittlerweile zur Durchzugsstraße (auch für den Schwerverkehr) mutiert ist. Versprochen war das Gegenteil: ein rasches Schließen nach der provisorischen Öffnung durch die Dynatrace-Baustelle." so die Anrainer. “Uns reicht es gewaltig mit der Willkür bei Planungen in unserem Viertel”.
Forderungen von LinzPLUS:
Sofortiger Baustopp der Garage in der Petzoldstraße
Entwicklung eines umfassenden Mobilitätskonzepts für die Tabakfabrik im Kaplanhofviertel
Stellplatz-Management der bestehenden rund 3000 existierenden Stellplätze im Umfeld
4,7 Millionen Euro* Steuergeld für den Umweltverbund (ÖV + Rad + Fußverkehr) und nachhaltige Mobilität im Viertel statt Garage und Parkplätze
Petzoldstraße für Durchzugsverkehr wieder schließen – wie versprochen
Volle Transparenz für die Bewohner:innen im Viertel
Entsiegelung der Gleistrasse hinter dem Medicent und Entwicklung zu einem Park
Download der Presseaussendung:
Autorin: LinzPLUS
19.11.2025
































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