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Schillerpark: Mein Name ist Luger, ich weiß von nichts.

Oder doch?! Kurzer Rückblick: Seit Jahren quält uns das megalomanische Kirchmayr-Projekt am Schillerpark. Komplett entfesselt träumt der Multimillionär und PLUS-City Eigentümer davon, dort ein Hochhaus mit riesiger Tiefgarage von „internationalen Stararchitekten“ bauen zu lassen. Weil das am Stadtrand und in Urfahr wirtschaftlich so gut funktioniert hat, will er das Geschäftsmodell auch in die südliche Landstraße kopieren. Sein Freund und Bro: Klaus Luger. Die zwei kochen wahnsinnig gerne gemeinsam und träumen beide von Hochhäusern.



Wie in Linz üblich, wurde zuerst (ab 2016) versucht unter dem Radar der Öffentlichkeit durchzufliegen. Das ist aber nicht gelungen. Dank Hinweisen von Insidern konnte Stadtentwickler und Oppositionspolitiker Lorenz Potocnik die feuchten Träume des PLUS-City Eigentümers aufdecken. Dem Geheimprojekt wurde so der Schwung geraubt, Kirchmayr und Luger waren mit ihrer riesigen Garage unter dem Schillerpark und dem 130-Meter-Hochhaus plötzlich in der Defensive. Zu dieser Chronologie siehe weiter unten.


Weil Ernst und Klaus aber nicht schlafen mit ihren Alt-Männer-Träumen, haben wir immer wieder Anfragen gestellt und Transparenz eingefordert. Die letzte ist vom Januar 2023. Fast schon komisch lesen sich die Antworten das Stadtoberhaupts, das sonst – machtbewusst und kontrollfreudig - bis ins Detail über alles in der Stadt sehr gut informiert ist. Zur Anfrage:

In der Beantwortung weiß er aber plötzlich gar nichts: „Nein,… mir …. ist kein Wettbewerb vorgestellt worden oder bekannt. Also weiß ich auch nicht wie die Ergebnisse sind oder ob es Preisträger gibt.“

Und auch die Stadtplanung weiß laut Bürgermeister von nichts: „Ich weiß das nicht. Wir sind hier nicht involviert.“ und „Für die Bauverwaltung, für die Abteilung Stadtplanung…. ist dieses Projekt eines, das nicht existiert. Wir werden sehen, ob das auch so bleibt.“


Komisch nur, dass die Immobilien- und Architekturszene schon so einiges weiß und dieses Wissen an die Ohren von Potocnik gedrungen ist. So hat der Wettbewerb (wie wir bereits aufdecken konnten) längst stattgefunden. Januar 2022: https://www.krone.at/2601526

Und auch drei Preisträger wurden prämiert. Das sind das österreichische Büro Coop Himmelblau (www.coop-himmelblau.at), das dänische Büro 3XN (www.3xn.com) und das holländische Büro UN Studio. www.unstudio.com


Die Entwürfe wurden auch bereits geheim präsentiert, nicht in Dubai, wo Kirchmayr (steuerschonend und für die PLUS-City Käufer suchend) lebt, sondern in Linz. Auch der Preisträger steht laut Insidern fest. Es ist das Büro 3XN. Doch an die Vorgaben der städtebaulichen Kommission scheint sich dieses, sowie die anderen Büros der „Stararchitekten“ nicht gehalten zu haben.

Ist das der Grund, warum die Öffentlichkeit so wenig erfährt? Und Bürgermeister Klaus Luger womöglich nicht weiß, wie er das Projekt politisch kommunizieren soll? Vielleicht verschweigt er deshalb bewusst, dass ihm die Projekte mit aller Wahrscheinlichkeit bereits präsentiert wurden? Weiß er doch viel mehr, als er vorgibt?


Die Chronologie der Geschichte:

Im Jahr 2013 kauft Kirchmayr das Hotel am Schillerpark und beginnt seine Planungen für ein Einkaufszentrum. Er will groß und eine riesige Tiefgarage. Wenn es nach ihm und seinem Freund Klaus Luger geht, darf er hier das Modeel Plus-City aus dem Speckgürtel direkt in die Innenstadt kopieren. „Argumentiert“ würde mit Platznot, Landstraße „beleben“ und „Wohnraum“. Dass das alles falsch ist, ist mittlerweile nach regen Debatten bekannt.


April 2017: Probebohrungen im Park lassen alle Alarmglocken schrillen: www.linza.at/schillerpark-neues-tiefgaragenprojekt-sorgt-fuer-entruestung/

7. April 2017: Die Facebook-Seite „Finger weg vom Schillerpark“ wird gegründet: www.facebook.com/FingerwegvomSchillerpark


19. April: Erste Details zum Schillerpark dringen an die Öffentlichkeit. Tiefgarage mit 1030 Stellplätzen geplant: www.linza.at/schillerparkneu/


6. Mai 2017: Facebook Potocnik:

Offensichtlich brechen die letzten Monate alle Tabus und Dämme in Bezug auf innerstädtische Parks. Nach dem rot-blauen Verrat an den Anrainern rund um den Andreas Hofer Park ist der Schillerpark höchst gefährdet. Danke an den LINZA für die ausführliche Berichterstattung: www.linza.at/geplante-schillerpark-tiefgarage-schluss-mit-alte-maenner-rezepten/?fbclid=IwAR155LQtALvTTD86A1Hs-rWKego3ZkwEsGhqTg-qdD-N1KcrQ8_RbWob8PE


Mai 2017: Ich gehe voll in die Offensive und zeige Konzeptlosigkeit auf: www.linza.at/geplante-schillerpark-tiefgarage-schluss-mit-alte-maenner-rezepten/



Juni 2017, Kirchmayr bekommt seine Bühne und glaubt mit „Stararchitekten“ durchzukommen: www.nachrichten.at/wirtschaft/wirtschaftsraumooe/PlusCity-Chef-will-Star-Architekten-fuer-den-Schillerpark;art467,2585354


Probebohrungen mitten im Park - Juli 2017


8. August 2017: Nein zum 130 Meter-Kirchmayr-Turm beim Schillerpark: www.linza.at/umstrittenes-kirchmayr-projekt-nein-zu-130-meter-turm-beim-linzer-schillerpark/



„Die Linzer Spatzen pfeifen es von den Dächern: Beim Schillerpark soll schon wieder ein Hochhaus entstehen. Es reicht mit diesen Wildwest-Projekten und Anlassplanungen die noch dazu geheim in den Hinterkämmerchen entwickelt werden.“ http://www.linza.at/umstrittenes-kirchmayr-projekt-nein-zu-130-meter-turm-beim-linzer-schillerpark/


11. August 2017: Facebook Potocnik: Dieses "Interview" (Krone, 9.8.17) lässt tief blicken in das Selbstverständnis eines alternden Plus-City-Chefs. Irgendwie erinnert er mich an russische oder ukrainische Oligarchen. https://m.facebook.com/story.php?story_fbid=pfbid0xLxjFqkqMFQ5qfHNzypPaYn1gCezn4wgKkvvVKbFDU2ph1Da4TSr7awsooyxCjfvl&id=100002910904275

KRONE Interview Foto


11. August 2017: Ich fordere eine Hochfreie Zone in der Innenstadt.

Eine "Hochhausfreie Zone" für Linz?

Linz hat mittlerweile viele Hochhäuser – aber sollen und dürfen diese in Zukunft überall gebaut werden? "Nein, ein hochhausfreier Bereich im Zentrum wäre sinnvoll und dringend nötig", sagt Stadtplaner Lorenz Potocnik. Er fordert eine ausgewiesene Zone, in der die lotrechte Bauwut eingedämmt wird. Anlassfall: Am Linzer Schillerpark soll ein Wohn- und Büroturm mitten in der Stadt entstehen.

Ähnliche Hochhaus-Verbotszonen gibt es bereits: In der Millionenstadt München darf man dank eines Bürgerentscheids nicht mehr höher als 100 Meter bauen, in Wien sind Hochhäuser innerhalb des Rings absolutes Tabu. Auch in Hamburg dürfen in der City keine Häuser in den Himmel wachsen. In Salzburg oder Graz wäre ein Wolkenkratzer mitten im Zentrum ebenfalls undenkbar:


30. August 2017, der Wochenblick interviewt mich zu diesem Fall: www.wochenblick.at/oberoesterreich/neos-mann-will-keine-hochhaeuser-in-der-linzer-innenstadt/


16. September 2017: Forderung einer Schutzzone Innenstadt

R17. Hochhäuser - Schutzzone Innenstadt


FB Post Notbremse:

Notbremse! Das aus den Rudern laufende Hochhaus-Projekt am Schillerpark macht klar: So kann es in Linz nicht weitergehen. Wir brauchen eine Atem- und Nachdenkpause! Wollen wir Linzer und Linzerinnen überhaupt Hochhäuser? Wenn ja, wo und wie?! Um diese Frage zu klären, fordere ich, alle laufenden Projekte in der Innenstadt zu stoppen. Hier geht es zum Antrag:

Mai /Juni 2019: Die Initiative fairplanning fordert Transparenz und Profesionalität: www.nachrichten.at/oberoesterreich/linz/architekten-machen-gegen-bauplaene-beim-schillerpark-mobil;art66,3134522


Sommer 2019: Endlich wird die städtebauliche Kommission aktiv und macht klare Ansagen: www.linza.at/schillerpark2019/

Zum Ergebnis der Entwicklungsvorgaben zur Neugestaltung der Bauvorhaben beim Schillerpark (September 2019) www.linz.at/images/files/Staedtebauliche_Kommission_Schillerpark.pdf


24. Sept. 2020: Potocnik stellt Gemeinderats-Antrag, dass die Ergebnisse der Städtebaulichen Kommission (somit auch des Schillerparks) bindend werden „Ergebnisse der Städtebaulichen Kommission im Gemeinderat beschließen


Mich macht die Berichterstattung über Hochhäuser in Linz mittlerweile unendlich wütend. Müssen wir immer wieder bei null anfangen und so oberflächliche Diskussionen führen? Warum kann Bürgermeister Klaus Luger immer wieder seine gezielte Desinformation verbreiten? Dürfen wir uns wirklich von den OÖNachrichten nicht mehr erwarten als weitgehend unkritische Berichte, meist eher Unterstützung für die Hochhaustreiber und das Establishment?

Konkret: "In die Fläche oder in die Höhe?" Die Frage ist erstens nicht die wesentliche, weil sie sich gar nicht stellt, und wird zweitens auch gleich nicht ansatzweise beantwortet. Linz hat genug Fläche, Hochhäuser werden nicht gebaut um Fläche zu sparen sondern um maximale Rendite zu erzielen. Die höchste Dichte wird mit dichtem "Blockrand" erzielt und nicht mit Hochhäusern. Weiter: Klaus Luger bringt Hochhäuser immer und immer wieder (und das besseren Wissens und die Medien wiederholen es) in Zusammenhang mit Zuzug und Wohnraumbedarf. Das klingt auf die Schnelle recht logisch und das nützt er schamlos aus. Wohnhochhäuser decken jedoch (vor allem so wie wir es in Linz angehen, nämlich als reine Willkürakte für Investoren und ohne Instrumente die z.B. als Gegenleistung für hohe Widmungen auch sozialen Wohnbau erzwingen könnten, wie in München praktiziert) in keiner Weise den derzeit vorherrschenden Bedarf. Wohnungen in Hochhäusern kosten im Eigentum zwischen 4.500 und 9.000 € per m2. In der Miete wohl 10 oder 11 € aufwärts. Viele der Wohnungen werden sogar leer oder praktisch leer stehen, weil diverse Anleger nur ihr Geld in Betongold sicher aufbewahren wollen. (Was ich niemandem zum Vorwurf mache). Was wir brauchen (Zuzug von Jungen und Babyboom ist für das Linzer Wachstum verantwortlich) sind leistbare Wohnungen, oft für junge Familien, idealerweise so, dass das scheinbar billige "Häuschen im Grünen" (das uns als Volkswirtschaft ein Vermögen kostet) sich als Alternative erübrigt. Drittens: Wir haben gar kein Flächenproblem. Ernsthafte Anstrengungen um Flächen zu mobilisieren oder sinnvoll zu verdichten werden oft gar nicht angegangen. Wir haben Leerstand ohne Ende, bestehende Wohnungen werden vernichtet, viele Flächen liegen brach, Supermärkte könnten für tausende Wohnungen überbaut werden, im Hafen könnten wir einen ganzen Stadtteil am Wasser errichten....und eines der wesentlichen "Probleme", der Pro-Kopf Verbrauch an Wohnraum (verdoppelt in den letzten Jahrzehnten) wird nicht einmal angesprochen. Perfide: Bürgermeister Klaus Luger tut in einer Presseaussendung von letzter Woche so (und alle Medien drucken es brav ab), als ob Linz schon 243 Hochhäuser besitzt. Dafür wird das oberösterreichische Baugesetz bemüht, dass ein Haus schon ab 25 Meter als Hochhaus definiert. Jeder Laie weiß und spürt jedoch, dass ein Hochhaus irgendwo bei 40 oder 50 Meter wirklich relevant ist. Wird so die Linzer Bevölkerung für blöd verkauft? Wird hier versucht, so zu tun, als sei das eh schon alles normal? Auch interessant: Klaus Luger lehnt "spezielle Zonen für Hochhäuser" ab. Dass das niemandem schaden würde, außer dass die Investoren den richtigen Preis zahlen müssten, wird nicht erwähnt, dass es auch darum ginge, umgekehrt, Bereiche zu definieren, wo KEINE Hochhäuser entstehen, wird natürlich auch nicht besprochen... wäre aber gerade in Linz so wichtig, weil sich drei unnötige und schädliche Hochhäuser anbahnen, der sogenannte "Weinturm" in Urfahr, der Größenwahn eines Herrn Kirchmayr beim Schillerpark und das Hochhaus bei der Tabakfabrik. Alle drei Planungen sind auf Wunsch der Investoren und städtebaulich (wieviele "Landmarks" denn noch?) nicht zu argumentieren. Abschließend: Im Artikel kommen die zugelassenen Kritiker nur pseudomäßig zu Wort. Ernsthafte Kritiker (mit ernsthaften Argumenten) werden gleich gar nicht eingeladen. Was aber nicht wundert, weil weder von den Medien noch vom Bürgermeister eine ernstzunehmende, öffentliche Debatte gefördert oder gewünscht wird, im Gegenteil, Investoren und deren privaten Gewinn wird der Teppich ausgerollt, eine Debatte stört, schadet dem Geschäft... Und genau das macht mich so wütend. Ich will statt dessen mit aller Konsequenz für das öffentliche Interesse eintreten und kämpfen.

Der OÖN Bericht (interessanterweise im Link als "Anzeige" bezeichnet) ist hier zu finden:



Für jeden, der die Medien etwas verfolgt, ist offensichtlich, dass Bürgermeister Klaus Luger in den nächsten Monaten noch die zwei innerstädtischen Hochhäuser im Schillerpark und beim Mühlkreisbahnhof durchboxen will. Anders lässt sich nicht erklären, warum ein Bürgermeister, der Linz zur innovativen Stadt machen will, Hochhäuser als "alternativlos" darstellt. Anstatt öffentliche Interessen zu wahren, bedient er dabei schamlos den Profit weniger. Das ist nicht nur atemberaubend rücksichtslos sondern auch ein Armutszeugnis für einen sozialdemokratischen Politiker. Die BezirksRundschau - Meine Stadt Linz hat gefragt, ich habe geantwortet.

Januar 2021: Stadtrat Prammer und Bürgermeister Klaus Luger geben sich unwissend: www.linza.at/schillerpark2022/


August 2021: Ich fordere eine Schillerparkgarantie: www.linza.at/schillerparkgarantie/


Wettbewerb für Schillerpark fand geheim statt: https://www.krone.at/2601526


11. Januar 2022 Link FB:

Können wir solche Projekte bitte einfach transparent und professionell entwickeln und nicht geheim im Hinterkämmerchen?! Mit ordentlicher Information, Beteiligung der Anrainer:innen und Geschäftsleute und mit seriösen städtebaulichen Grundlagen? Geht das?

Danke an die Oberösterreich Krone für den Bericht: https://www.krone.at/2601526


Krone, 13.1.2022


21. April 2022: Die Grünen fordern einen Schutz der Grünanlage: www.linz.at/Politik/GRSitzungen/GPSearch/ResultDetail?TopId=4634


Mehr zum Schillerpark:



Autor:innen: Lorenz, Brita

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