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Bundesdenkmalamt: Tag des Denkmals

Heute, Sonntag 25.9., feiert Österreich und das Bundesdenkmalamt den Tag des Denkmals. www.bda.gv.at/themen/tag-des-denkmals/tag-des-denkmals-2022.html

Schwerpunkt ist der Klimaschutz in Zusammenhang mit Denkmälern: Da ist die Rede von „historischen Gebäuden“ und einer „überlegenen Ökobilanz gegenüber Neubauten“ und von „Denkmalschutz und Klimaschutz“ in Zusammenhang mit „achtsamen Umgang mit Resourcen“.

Luftaufnahme Sintstraße


Gleichzeitig hat gerade in Linz - unter der neuen Leitung von Frau Petra Weiss - der Denkmalschutz auffällig oft bei wichtigen Bauwerken und Ensembles versagt. So wurde das Haus Weinmeister am Pöstlingberg ohne Notwendigkeit einer Luxuswohnanlage geopfert, die Siedlung Sintstraße von Curt Kühne wird um 7 von 18 Häusern amputiert und ihres Wesens beraubt und die Tabakfabrik als Ensemble wird durch einen vollkommen überdimensionierten Neubau in ihrer Wirkung schwer beeinträchtigt“. ist der Stadtentwickler und ausgebildete Architekt sowie Autor mehrere Architekturbücher enttäuscht.

Villa Weinmeister


Zur Villa Weinmeister: "Ich habe versucht hier maximale Aufklärung herzustellen. www.linzplus.at/post/abriss-villa-weinmeister-potocnik-lässt-nicht-locker

Das Bundesdenkmalamt hat erst auf meine Anfrage über Rechtsanwalt Dr. Blum die Fragen beantwortet. Doch auch diese bleiben ohne wirkliche Begründung."

Hier der Link zur Anfrage:

Haus Weinmeister_2022-0.314.779-2-A_-_Erledigung_13.06.2022_Helmut_Blum (1)
.pdf
Download PDF • 742KB

Antwortschreiben:

Haus Weinmeister_2021-0.899.183-2-A_-_Antwortschreiben_11.01.2022_Lorenz_Potocnik
.pdf
Download PDF • 679KB

Verdächtig ruhig ist es seit über einem Jahr rund um die Sintstraße. Im Hintergrund arbeitet aber die STRABAG REAL Estate mit Genehmigung des Bundesdenkmalamt an der Zerstörung dieser Siedlung. 7 von 18 Häusern wurden zum „Abschuss“ freigegeben. Die Siedlung wurde 1927 errichtet, folgt der Idee der (damals und jahrzehntelang wichtigen) Gartenstadt und stellt in Linz ein selten schönes und original erhaltenes Beispiel dieser Epoche dar. Ein Weiterbauen und Ergänzen wäre ohne weiteres möglich gewesen.

Bei der Tabakfabrik ist bis heute nicht zu verstehen, warum das Areal zur Gruberstraße derart dicht verbaut wird. Die Tabakfabrik ist dadurch von der Gruberstraße und der Donaulände nicht mehr zu sehen – große Teile des Hofs werden stundenlang verschattet und von unangenehmen Winden beeinträchtigt werden. Das so bedeutungsvolle Kraftwerk wird zu einem „Zwerg“ degradiert.


Spannendes Interview zum Nachlesen von Ulrich Aspetsberger, Obmann des afo architekturforum oberösterreich.

Meinbezrik.at, 24.2.22: +++ "Wie wir mit historischer Bausubstanz umgehen, wird uns noch sehr leidtun" +++


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Autor:in: Linz+

25.9.2022