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Quartiersgarage Kaplanhofviertel: Nicht um jeden Parkplatz streiten!

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  • vor 5 Tagen
  • 3 Min. Lesezeit

Aktualisiert: vor 4 Tagen

Seit mehreren Monaten bemüht sich die Gemeinde der Severin-Kirche mit Anrainer:innen und der Stadt Linz, ihren Vorbereich aufzuwerten und zu begrünen. Doch wie so oft wird zu viel und emotional über Parkplätze gezankt. Wie beim kürzlich fertiggestellten Radweg in der Lederergasse oder beim Bäumepflanzen im Neustadtviertel. "Das ist unnötig," so Anrainerin und PLUS-Gemeinderätin Brita Piovesan, "denn genau dafür gibt es eine Lösung. So genannte Quartiersgaragen sind zu Fuß gut erreichbare Bewohnergaragen. Das macht unsere Nachbarschaft und Straßen frei für gute Gestaltung." 


Immer, wenn versucht wird Straßenraum aufzuwerten, egal ob durch Radwege, Bäume oder Aufenthalts- und Spielflächen, entsteht derselbe Konflikt, sprich eine Verhandlung um wertvollen, öffentlichen Raum. Das behindert die Entwicklung unserer Stadt.

“Muss wirklich jedes Mal aufs Neue um jeden einzelnen Stellplatz im öffentlichen Raum diskutiert werden, oder können wir unseren Straßenraum attraktiver machen, ohne den Anrainer:innen Parkplätze zu streichen?” fragt sich Anrainerin Brita Piovesan und liefert auch gleich die Antwort: “Die Lösung, um nicht bei jedem dieser Projekte bei null anfangen zu müssen, sind neue Quartiersgaragen.”

 

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Eine Quartiersgarage ist eine fußläufig erreichbare Bewohnergarage, die Straßenraum vom ruhenden Verkehr befreit und so die Lebensqualität im Grätzl deutlich steigert. Sie kann gleichzeitig ein Mobilitätshub für TIM, Scooter und Fahrräder sein – im konkreten Fall wäre sie perfekt gelegen nahe der künftigen S-Bahn-Station Hafenstraße (400m).


Was ist eine Quartiersgarage?

Kurz gesagt: ein gemeinsames, zu Fuß gut erreichbares Parkhaus für ein Grätzl. Perfekt für bestehende Viertel, in denen Autos mangels Tiefgaragen im Straßenraum oder Innenhöfen herumstehen. Quartiersgaragen schaffen Luft – wortwörtlich. Sie machen Straßen frei für Grünflächen, sichere Wege und mehr Lebensqualität. Innenhöfe können entsiegelt, Bäume gepflanzt und Hitzeinseln entschärft werden.

In neuen Stadtteilen (z.B. dem Sonnwendviertel in Wien oder Nordhavn in Kopenhagen) sind sie best practice. Sie halten Autos aus den Vierteln raus, stärken den ÖV, das Rad und den Fußverkehr. Weiters schützen sie den Boden, indem sie kleinteilige, versiegelnde Tiefgaragen vermeiden - sprich große kühlende Bäume - möglich machen. In Summe reduzieren sie Stellplätze und Verkehr und entlasten Wohngebiete. 


Keine Utopie

Für das Kaplanhofviertel gäbe es ein sehr gut geeignetes Grundstück: zentral gelegen, heute schon Parkplatz, für tausende Menschen gut erreichbar – und damit perfekt für eine Quartiersgarage. Brita Piovesan: „Diese Idee ist keine Utopie. Darum fordere ich von der Stadtregierung endlich ein Pilotprojekt. Das dynamische Kaplanhofviertel ist mit seinem Mix aus Wohnen und Gewerbe der ideale Standort für die erste Quartiersgarage in Linz.”


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An diesem Standort könnte eine Quartiersgarage für das Kaplanhofviertel entstehen und statt aktuell 85 (für den Betrieb gegenüber) rund 450 Stellplätze für die bestehenden Nutzer:innen und Anwohner:innen bieten.


So könnte die Quartiersgarage auf dem Grundstück des bestehenden Parkplatzes in der Lederergasse aussehen.


Konkretes Potenzial:

Das Grundstück ist rund 2.600 m² groß. Um die Bäume an der Lederergasse zu schonen reduziert sich diese Fläche auf rund 2.000 m2. Bei 6 Geschossen ergibt sich eine Nutzfläche (Brutto) von ca. 12.000 m² . Pro Stellplatz (inklusive Erschließung) ist mit rund 25 m2 zu rechnen. Das ergibt eine Garage (kein Keller, kein unterirdisches Geschoss) von rund 450 Stellplätzen. Aktuell wird der Parkplatz betrieblich genutzt und besitzt 85 Stellplätze.


Eine Quartiersgarage im Kaplanhofviertel steht exemplarisch für die ganze Stadt – hier zeigt sich, wie sehr Linz unter Verkehrsdruck leidet. Genau deshalb eignet sich das Viertel ideal als Pilotprojekt für moderne, kluge Stadtplanung.


Download des Antrags:


Mehr Infos zu Quartiersgaragen:



Autorin: LinzPLUS

24.11.2025

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