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Sanierungen statt Neubauten: Linz+ fordert gerechtere Förderungen vom Land

  • 5. Sept. 2024
  • 3 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 8. Apr.

Es gibt viele Gründe, warum nach wie vor so viel abgerissen und neu gebaut wird. Ein wesentlicher Grund ist das veraltete Förderwesen im Wohnbau, das Neubauten deutlich bevorzugt, während Sanierungen und Aufstockungen benachteiligt werden. Dabei steckt gerade in der Sanierung von Wohnbauten ein enormer Hebel, um Ressourcen zu schonen, leistbaren Wohnraum zu erhalten und die Klimaneutralität zu erreichen.

Abriss Gründerzeithaus Harrachstraße, Ecke Dinghoferstraße. September 2024.


Deshalb hat Linz+ in der Gemeinderatssitzung am 5. September eine Resolution ans Land eingebracht, die nahezu einstimmig beschlossen wurde. Das ist ein bedeutender Schritt für Linz und Oberösterreich!


Die Resolution fordert das Land auf, Sanierungen stärker zu fördern und somit den Weg für eine nachhaltigere und lebenswertere Zukunft zu ebnen.


Mehr Informationen und den gesamten Antrag gibt´s hier zum Download:


In Belgien wird Umbau und Sanierung schon lange über Förderungen und Steuerbegünstigungen unterstützt.


Download Arch+ Transformation Umbau:


Fall GWG in der Waldegg- und Freistädterstraße, wo gute Substanz zerstört wird. Jänner 2023: +++ Waldegg- und Freistädterstraße – Abriss von GWG von langer Hand geplant +++



Dezember 2022: Fall Wimhölzel Hinterland. Wegen fehlender Sanierungsförderungen werden über 400 Wohnungen vernichtet; www.linzplus.at/post/lernt-die-gwg-nicht-dazu


Klimagerechtes Bauen gelingt nur bei radikalem Umdenken:  www.themazukunft.at/klimagerechtes-bauen/

 


Fall Sintstraße, Oktober 2022: www.linzplus.at/post/sintstrasse


Weitere Links und Inspirationen:


Die Antwort und Absage:

Am 5.11.2024 kam die Antwort von der Landesregierung. Rot, Grün, Pink sehen dringend Handlungsbedarf. Schwarz, Blau ist offenbar auf Seiten der Industrie und blockiert eine Weiterentwicklung.


Mehr in den Stellungnahmen zum Download:


4.2.2025, JA zur Renovierung. NEIN zum Abriss. Dazu gibt es nun eine europäische Bürgerinitiative, die 1 Million Unterschriften sammeln will. Ich habe unterzeichnet, weil dort einer der größten Hebel liegt, um Ressourcen zu schonen und klimaneutral zu werden. 👇👇👇 https://www.houseeurope.eu/

Dazu einige sehr gute Links:

 

JA zur Renovierung. NEIN zum Abriss.

Dazu gibt es nun eine europäische Bürgerinitiative, die 1 Million Unterschriften sammeln will. Ich habe unterzeichnet, weil dort einer der größten Hebel liegt, um Ressourcen zu schonen und klimaneutral zu werden. House Europe! – EU-Kommission registriert neue Europäische Bürgerinitiative - Europäische Kommission 



28.1.2026: Zersiedelung stoppen, Ortskerne stärken – nachhaltiges Bauen braucht Bestand

---> 82 % der Österreicher:innen sehen Ortskernsterben als akutes Problem – Raiffeisen Immobilien plädiert fürs Sanieren

Bauen im Bestand hat Zukunft

Auch Prok. Peter Mayr, Co-Sprecher von Raiffeisen Immobilien Österreich, fordert ein Umdenken bei Bau- und Förderpolitik. „Bauen im Bestand hat Zukunft“, so Mayr. „Jede Sanierung spart Fläche, reduziert Energieverbrauch und schafft lokale Wertschöpfung. Förderprogramme sollten künftig gezielt jene unterstützen, die bestehende Immobilien revitalisieren.“

Mayr betont, dass nachhaltiges Bauen auch ökonomisch Sinn ergibt. „Sanierungen erhalten das kulturelle Erbe, schaffen Arbeit vor Ort und steigern den Immobilienwert. Das ist gelebte Nachhaltigkeit – ökologisch, sozial und wirtschaftlich.“



Von April bis Juli 2024 führten Architects for Future Austria und die IG Architektur eine umfangreiche, anonyme Umfrage durch, um herauszufinden, welche gesetzlichen Rahmenbedingungen und technischen Normen Umbauten in Österreich erschweren. Befragt wurden Expert:innen aus unterschiedlichen Fachbereichen, die mit Bestandsgebäuden arbeiten. Ziel war es, besser zu verstehen, warum Umbauprojekte trotz ihres enormen Potenzials noch immer selten umgesetzt werden.

Die ausgewerteten Ergebnisse wurden in einer 13-seitigen Broschüre veröffentlicht, die digital frei zugänglich ist und als Grundlage für eine mögliche Anpassung der Bauordnungen dienen soll – hin zu einer echten UMbauordnung.

GAT.news hat mit Architekt Martin Hess gesprochen, der an der Ausarbeitung des Fragebogens beteiligt war. Sein Fazit ist eindeutig: Aus Gründen der Ressourcenschonung muss der Umbau zur neuen Norm werden.


Trotz Förderhoch Rückgang bei umfassenden Sanierungen +++ Sanierungsrate stieg auf 1,6% +++ Ohne Heizungsumstellung rückläufige Sanierungsrate +++ Verdoppelung der Sanierungsrate nötig https://www.iibw.at/de/forschungs-datenbank/529-monitoring-system-zu-sanierungsmassnahmen-in-oesterreich-4

Mit dem „Monitoring-System zu Sanierungsmaßnahmen“ steht erstmals ein wiederholend durchgeführtes System der Beobachtung der Wohnhaussanierung in Österreich zur Verfügung. Es eignet sich zur Bewertung der Wirksamkeit von Politikmaßnahmen zur Erreichung der Klimaziele im Gebäudesektor.


"Lorenz Potocnik (41) ist Architekt und Architekturkritiker der OÖNachrichten. Kommende Woche erscheint das Buch „Architektur in Linz, 1900–2011“, das Potocnik gemeinsam mit Andrea Bina, der Leiterin des Linzer Stadtmuseums Nordico, herausbringt."



#Autor:innen: Linzplus, Lorenz Potocnik

5.9.2024

 
 
 

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