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Petzoldstraße – Zurück zum Ursprung

  • linzplus
  • 17. Dez. 2025
  • 3 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 23. Jan.

Im Zuge der Bauarbeiten der ASFINAG an der A7-Voestbrücke wurde die Petzoldstraße zu einer provisorischen Durchzugsstraße gemacht. Bis dahin (2018) war diese eine Sackgasse und bei der Kreuzung mit der ehemaligen Gleistrasse baulich für PKWs gesperrt. Sowohl von der ASFINAG als auch vom früheren Mobilitätsreferenten Markus Hein wurde daher versprochen, den ursprünglichen Zustand nach Fertigstellung der Bauarbeiten wiederherzustellen. Bis heute gibt es dafür jedoch keine Anzeichen, worunter die Anrainer:innen, Radfahrer:innen und Fußgänger:innen stark leiden. 


Petzoldstraße (Abschnitt Lederergasse bis zur Gleistrasse) vor dem Jahr 2018.


Lückenschluss StVO-konformer Gehsteig Petzoldstraße von der Lederergasse bis zur Lindemayrstraße.


Laut ASFINAG wurde ausdrücklich festgehalten, dass die Öffnung “nicht dauerhaft, sondern ausschließlich für die Bauphase” vorgesehen und lediglich eine “provisorische Umleitungsmaßnahme” war. Dabei sicherte die ASFINAG Anrainer:innen zu, die Durchfahrt „spätestens mit Freigabe der Voestbrücke wieder zu sperren.” Auch im Februar 2021 bestätigte dies die ASFINAG auf schriftliche Anfrage erneut. (Mails zwischen Anrainer:innen und er ASFINAG belegen das).

Die schmale Gasse - ohne Gehsteig - ist nicht für den Schwerverkehr und als Abkürzer zur Autobahn geeignet: "Dass die Sperre bis heute fehlt, ist fahrlässig und gefährdet täglich die Sicherheit aller, die hier wohnen und per Rad und zu Fuß unterwegs sind.” 


Petzoldstraße von LKWs und Pendlern als Durschzugsstraße missbraucht

Tatsächlich wurde dieser ursprüngliche Zustand bis heute jedoch nicht wiederhergestellt. Die physische Sperre fehlt vollständig. Die Verkehrszeichen wurden entfernt und nicht wieder angebracht. Die Folgen: der Abschnitt wird inzwischen massiv als Durchzugsstraße und Abkürzer zur Autobahn missbraucht, insbesondere zu Stoßzeiten. Die 30-km/h-Beschränkung wird großteils ignoriert. Fußgänger:innen haben keinen sicheren und ordnungsgemäßen Gehweg, was früher, als die Straße gesperrt war, kein Problem dargestellt hat. Aktuell endet der einseitige Gehweg abrupt vor dem Grundstück 1151/10. Des Weiteren wird in Ermangelungen von Vorschriften überall wild geparkt. 


Da es sich um eine kommunale Straße handelt, sind die Sperre der Petzoldstraße sowie die Sicherheit der Fußgänger:innen in Form eines StVO-konformen Gehsteigs und ein ordnungsgemäßes Parken in der Zuständigkeit der Stadt Linz.


Download ASFINAG-Info-Broschüre zur Errichtung der Bypassbrücken: (April 2018):


Download des PLUS-ANTRAGS:


Mehr zum Kaplanhofviertel:


Update 14.1.2026

Stadt verkauft öffentlichen Gehsteig an Privat, weil das Grundstück für die Tabakfabrik-Garage zu klein ist.

In der kommenden Stadtsenatssitzung am 15. Jänner wird der öffentliche Gehsteig in der Petzoldstraße/ Lederergasse um 47.580 Euro an den privaten Grundeigentümer SpedPack verkauft. Hintergrund: An diesem Standort ist die Tabakfabrik-Pendler-Garage geplant, die zusätzlichen Verkehr (+800 Fahrten täglich) ins Viertel bringen wird. 


“Weil das Grundstück viel zu klein ist, werden nun sogar der öffentliche Gehsteig und die Sicherheit der Fußgänger:innen geopfert. Stadtplanungsreferent Prammer sieht in diesem Vorgehen `nur einen behördlichen Vorgang`, in den er sich ‘nicht einmischen will’. Ich dagegen fordere umsichtige Stadtplanung.”so Piovesan entnervt vom Pfusch im Kaplanhofviertel. “Die Auflösung des Gehsteiges verdeutlicht wie grob hier agiert wird, wo die eine Hand nicht weiß was die andere macht. Denn Gehsteige und Sicherheit sind keine simple Juristerei oder Verwaltungssache, sondern zentrale Ziele der Stadtpolitik. Genau das fordere ich auch in meinem kommenden Antrag zur Petzoldstraße. Nämlich eine Sperre oder einen durchgehenden Gehsteig.”


Ein durchgehender StVO-konformer Gehsteig ist absolut notwendig. Jetzt wo durch die Tabakfabrik-Garage noch mehr Verkehr entsteht.


Weil das Grundstück für die Garage und die Abstandsregeln viel zu klein ist, wurde im Einreichplan vom 15.12.2025 der öffentliche Gehsteig einfach “kassiert”. Wo bleibt die Sicherheit der Fußgänger:innen?


Download der Presseaussendung:


Update 22.1.2026

Der PLUS-Antrag M7.Petzoldstraße - Zurück zum Ursprung wurde von der SPÖ, ÖVP und der FPÖ abgelehnt.


Dabei hätte er einfach den ursprünglichen Zustand wiederhergestellt und für Sicherheit gesorgt. Dass das abgelehnt wurde, ist fahrlässig und schwer nachvollziehbar.


Die Petzoldstraße war bis 2018 eine ruhige Sackgasse. Die Öffnung war nur provisorisch für die Baustelle der Voestbrücke gedacht – das wurde von ASFINAG und Stadt auch zugesagt. Dieses Versprechen wurde gebrochen, passiert ist nichts.


Seit 7 Jahren ist dieser Abschnitt nicht StVO-konform: kein durchgehender Gehsteig, kein Radweg, stellenweise unter 4 m breit – und trotzdem täglich LKW-, Liefer- und Durchzugsverkehr. Fußgänger:innen und Kinder müssen sich hier täglich - seit 7 !!! Jahren - durch den Verkehr kämpfen.


Man kann froh sein, dass noch nichts Schweres passiert ist.


In der Aufzeichnung des Live-Steams kann man die PLUS-Wortmeldung ab 18:48 Nachhören: https://www.linz.at/Politik/GRSitzungen/GrSitzungen/GrDetail?GrId=169

Ein täglicher "Überlebenskampf": So sieht es für Fußgänger:innen und Radfahrer:innen seit 7!!! Jahren aus.



Autorin: LinzPLUS

17.12.2025

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