Alltagsfitness im Wartehaus
- 7. Jan.
- 3 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 21. Jan.
Linz hat sich mit der 2025 beschlossenen Gesundheitsstrategie zum Ziel gesetzt, „allen Linzer:innen ein gesundes Leben zu ermöglichen – unabhängig von Alter, Geschlecht oder sozialem Hintergrund“. Die Vision ist laut Strategie klar: „Linz soll eine Stadt sein, in der Gesundheit für alle zugänglich, sichtbar und erlebbar ist.“ Dabei wird betont, dass Gesundheit „ein Querschnittsthema ist, das alle Lebensbereiche berührt“ und „die Gesundheitsstrategie daher nicht als isoliertes Projekt zu verstehen ist, sondern als gemeinsamer Gestaltungsauftrag an Politik, Verwaltung, Institutionen und Stadtgesellschaft.“

Workout statt langes Warten: Die Zeit an der Haltestelle kann für ein paar einfache Übungen genutzt werden. Das fördert Bewegung im Alltag, steigert das Wohlbefinden und macht aus Wartezeit einen gesundheitlichen Mehrwert.
Eine spielerisch-sportliche Möglichkeit, die Gesundheit der Linzer:innen im Alltag zu verbessern, könnten Fitnessübungen während der Wartezeiten bei den zahlreichen Haltestellen des öffentlichen Verkehrs sein. Praktisch nebenbei könnten die Wartenden so ihre Zeit - in Summe täglich 1000de von Stunden - für ihre Fitness nutzen. Die kurzen Workouts könnten in Form kleiner Körperübungen, im Stehen oder mit einfachen Fitnessgeräten wie z.B. einer Reckstange in unmittelbarer Nähe der Haltestellen erfolgen. Schilder, Poster oder ein QR-Code zu kurzen Videos würden Anleitung und Anregung liefern. Diese Idee der unkomplizierten Alltagsfitness an den Linzer Haltestellen sollte gemeinsam mit der Linz Linien GmbH durchdacht und wenn möglich als erster Versuch an ausgewählten Haltestellen bis Sommer 2026 umgesetzt werden.
Download des PLUS-Antrags - Resolution an die Linz AG:

Die Wartezeit an Haltestellen mit Fitnessübungen verkürzen. Das ist die Idee des PLUS-Antrags.
Wartezeit Workout - Andere Städte machen es vor:
Wartezeit an Haltestellen wird oft als verlorene Zeit empfunden. Dabei lässt sie sich sinnvoll nutzen: Mit einfachen, unauffälligen Übungen im Sitzen oder Stehen kann Bewegung ganz niederschwellig in den Alltag integriert werden. Der Fokus liegt auf Mobilisations- und Stabilisationsübungen, für die keine besonderen Vorkenntnisse nötig sind. So wird aus Warten ein gesundheitlicher Gewinn.
Andere Städte machen es vor: In Graz werden Haltestellen mit Fitness-Postern samt QR-Code ausgestattet, die zu kurzen Übungen anregen und per Video-Anleitung ergänzen. Das zeigt, wie öffentlicher Raum genutzt werden kann, um Bewegung im Alltag zu fördern – unkompliziert, inklusiv und alltagstauglich.
Beispiel Graz: „Haltestellen-Gymnastik – Entdeckungstour Gesundheit“
Presseaussendung vom 19.1.2026:
„Mehr als 107 Millionen Fahrgäste nutzten im Jahr 2025 die Linzer Busse und Straßenbahnen“ verkündete die LINZ AG Linien Anfang des Jahres. Das sind 290.000 Fahrten täglich in einem Netz das insgesamt eine Länge von 214 Kilometern aufweist.
Was jedoch nicht erwähnt wurde und wofür es höchstwahrscheinlich auch keine Daten gibt, ist die Zeit, die Fahrgäste in den Straßenbahnen bzw. Bussen verbringen sowie die Zeit – um die geht es mir – die 107 Millionen Fahrgäste einfach nur Warten.
Wenn 107 Millionen Fahrgäste im Schnitt nur 3 Minuten pro Fahrt warten, ergeben sich 321.000.000 Minuten oder 5.350.000 Stunden 222.916 Tage oder 7.430 Monate oder 619 Jahre Wartezeit. Bei 2 Minuten durchschnittlicher Wartezeit sind das 412 Jahre. Das sind ‚gewaltige“ Zeitspannen, die nicht nur einfach beeindrucken, sondern auch gut nutzbar wären.
Zum Beispiel mit etwas Fitness für unsere Gesundheit.
„Stellen Sie sich vor, bei jeder Haltestelle ist ein kleines Fitnessgerät, z.B. eine Reckstange, ein Poster mit Anweisungen für kleine Körperübungen oder eine Sprossenwand um kurz die Bauchmuskeln zu trainieren“, so Lorenz Potocnik zu seiner Idee, hunderttausende kurze Wartezeiten in Linz für kleine Fitnessübungen zu nutzen. „Das Wartehäuschen und die Wartebereiche sind ja schon da - anstatt aufs Handy zu schauen wären die paar Minuten Wartezeit perfekt für eine spielerisch-sportliche Fitnessübung. Das macht Spaß und wäre gut für die Gesundheit unserer Bevölkerung“.
Dafür könnte die Linz AG ein paar Versuche an ausgewählten Haltestellen machen. Wenn diese Tests gut angenommen werden, könnten schrittweise alle Wartehäuschen und Wartebereiche mit Fitnessmöglichkeiten ergänzt werden.
Im Antrag für die nächste GR-Sitzung wird daher der für Gesundheit zuständige Stadtrat Michael Raml aufgefordert „gemeinsam mit den Zuständigen der Linz Linien GmbH (LINZ AG) ein Pilotprojekt zu “Alltagsfitness an den Haltestellen” zu entwickeln und umsetzen. Im Sinne der Linzer Gesundheitsstrategie sollen so an ausgewählten Haltestellen von Straßenbahnen und Bussen spielerisch-sportlich kurze Workouts und Fitnessübungen während der Wartezeiten ermöglicht werden.“
Medien
20.1.2025 https://www.oe24.at/oesterreich/chronik/oberoesterreich/linzplus-will-fitness-haltestellen/665959702
20.1.2026, OE24

21.1.2026, Heute.

Autorin: LinzPLUS
7.1.2026





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