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Spitzensportförder...äh "Sponsoring": Trotz Budgetkrise gehen 400.000 € an LASK und Blau-Weiß

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  • vor 3 Tagen
  • 4 Min. Lesezeit

Aktualisiert: vor 6 Stunden

In der Gemeinderatssitzung am 22.1.2026 hat die Linz "Sponsoringverträge" über jeweils 200.000.- Euro mit dem LASK und FC Blau-Weiß Linz abgeschlossen. Und das, obwohl zuletzt Missstände im Frauenfußball beim LASK aufgedeckt wurden (siehe Profil vom 6.12.2025: LASK-Spielerinnen erheben Vorwürfe: „Ich wurde gezwungen, obwohl ich Schmerzen hatte“). Der Artikel im profil zeigt deutlich, dass Strukturen im Profifußball vielfach weder fair noch gesundheits- oder gleichstellungspolitisch verantwortbar sind. Linzplus lehnt diese Form der sogenannten Spitzensportförderung seit Jahren ab – auch dann, wenn sie als „Sponsoring“ etikettiert wird.


Brita Piovesan erläutert ab 2:14, warum wir das strikt ablehnen:


"Linzplus als absolut unabhängige Bürgerliste lehnt diese Form der sogenannten Spitzensportförderung seit Jahren ab – auch seitdem sie als „Sponsoring“ etikettiert wird.

Denn, unseres Erachtens geht es hier nicht um Gemeinwohl oder Breitensport, sondern um Klientelpolitik, sprich 400.000 Euro Steuergeld für zwei privatwirtschaftlich geführte und gewinnorientierte Linzer Fußballclubs mit ein paar tausend Fans. Abgesehen davon, stellen sich in Bezug auf das vermeintliche "Sponsoring" sehr viele Fragen: 

  • Warum erhalten beide -  doch sehr unterschiedliche Unternehmen -  genau gleich viel, nämlich 200.000 Euro?

  • Wie steht diese Summe im Verhältnis zu deren Bilanzen? 

  • Nach welchen Kriterien werden diese Gelder vergeben? Nach Mitgliedszahlen? Zuschauerzahlen? Reichweite? Nach Sichtkontakten? Und warum sind all diese Entscheidungsgrundlagen nicht öffentlich einsehbar?

  • Was erwartet man von diesem Sponsoring? Und wie wird der Erfolg des Sponsorings gemessen - also anschließend evaluiert?

  • Im Antrag wird zwar “von einer Steigerung des Bekanntheitsgrads der Stadt Linz” gesprochen. Doch in welcher Art, bei welcher Zielgruppe – und mit welchem konkreten Ziel oder Ergebnis?

  • Wie steht diese Summe und Förderung - äh dieses Sponsoring - in Bezug zu anderen erfolgreichen Sportvereinen - z.B. die Steelvolleys? Denn wie Dietmar Prammer beim Neujahrsempfang richtig gesagt hat, die Steelvolleys sind eigentlich der erfolgreichste Linzer Sport Export.


Bestätigt fühlen wir uns in unserer Kritik leider auch durch die zuletzt öffentlich gewordenen Missstände im Frauenfußball beim LASK. Der Artikel im profil zeigt auf, dass Strukturen im Profifußball vielfach weder fair noch gesundheits- oder gleichstellungspolitisch verantwortbar sind und möglicherweise Spielerinnen in der Frauenmannschaft des LASK wiederholt und über längere Zeit nicht einmal medizinisch korrekt behandelt wurden.


Bevor hier weiter nur ein einziger Euro Steuergeld fließt, muss die Stadt Linz als Fördergeberin die Sache untersuchen. Denn wir haben hohe Standards. Förderungen und insbesondere Sponsoring dürfen NUR an einwandfreie Unternehmen gehen. Wenn dies nicht gewährleistet ist, ist die Förderung auszusetzen. 


Unbedingt zu berücksichtigen sind dabei auch die Stellungnahmen der ÖGK, des Amtes für Betrugsbekämpfung und des Finanzamts, bei denen die Spielergewerkschaft VdF Meldung erstattet hat!


Das bekannt gewordene Verhalten des LASK passt nicht zu den Zielen der Stadt Linz!! Wer hier heute mitstimmt unterstützt und legitimiert Missstände, die wir ablehnen!! Wir erwarten uns hohes Bewusstsein und auch Selbstbewusstsein als Stadt, weil wir bei Förderungen vorbildhaft agieren müssen. 


Abgesehen davon steht uns finanziell das Wasser bis zum Hals. Diese Fußball-Förderung ist ganz sicher keine Kernaufgabe der Stadt.


An die Grünen: Liebe Eva Schobesberger, als Frauenreferentin und Stadtregierungsmitglied hätte ich mir von dir ein klares Veto und Solidarität mit den Sportlerinnen (die dort schlecht behandelt werden und Missstände aufdecken) erwartet."


Hier der Link zum Profil Artikel vom 6.12.2025: LASK-Spielerinnen erheben Vorwürfe: „Ich wurde gezwungen, obwohl ich Schmerzen hatte“ https://www.profil.at/gesellschaft/lask-spielerinnen-erheben-vorwuerfe-ich-wurde-gezwungen-obwohl-ich-schmerzen-hatte/403109575




Linzplus lehnt die Spitzensportförderung von Beginn an ab. Hier die Links zu den PLUS-Wortmeldungen:


23.3.2023 F1. Gewährung einer Subvention an verschiedene Linzer Sportvereine (Spitzen- bzw. Leistungssportförderung 2023)insgesamt 540.000 Euro


3.11.2022: F2. Gewährung einer Subvention an den Linzer Athletik Sportklub (Spitzensportförderung 2022)240.000 EuroGenehmigung einer Kreditüberschreitung


24.5.2022 E3. Gewährung einer Subvention an Steinbach Black Wings Linz (Spitzensportförderung 2022)€ 100.000,--


17.3.2022 M2. Gewährung einer Subvention an verschiedene Linzer Sportvereine (Spitzensportförderung 2022)insgesamt € 200.000,--


25.11.2021 H4. Abschluss einer Sponsoringvereinbarung für das Upper Austrian Ladies Linz 2021insgesamt € 159.600,-- sowie € 900,-- in Form einer NaturalförderungGenehmigung einer Kreditübertragung


Medien

Die Linzer Klubs erhalten das meiste Geld aus öffentlichen Quellen. Sind die beiden wirklich so werbewirksam?

Es ist eine Tabelle, die die aktuelle Bundesliga-Reihung auf den Kopf stellt. Während sich der LASK und Blau-Weiß Linz sportlich im mittleren Bereich finden, führen sie jene Rangliste an, in der die Vereine nach ihren Zuwendungen von Unternehmen der öffentlichen Hand gereiht sind (siehe Grafiken). Die beiden Linzer Vereine kassieren das meiste Geld (aus Sponsoring und Werbung) von Firmen im Besitz von Bund, Land oder Stadt – und damit indirekt vom Steuerzahler.

Der Kurier veröffentlichte dazu am Donnerstag Zahlen des Jahres 2024, das Fußball-Magazin "Ballesterer" hat in akribischer Arbeit (und in Abstimmung mit den OÖN) ebenfalls die Transparenzdatenbank durchforstet und dazu auch aktuelle Daten zu 2025 und in weiterführenden Details erhoben.


Ballesterer Herbst 2025: "Dank neuer Transparenzregeln lassen sich Zahlungen der öffentlichen Hand an die Bundesligisten nachvollziehen. Dabei zeigt sich die Sonderstellung der Klubs aus Linz, sie erhalten sehr großzügige Sponsorings."

(Danke an Clemens Brandstetter/Ahoi für diesen Hinweis und die Bilder)


Autorin: LinzPLUS

23.1.2026

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