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Budget 2026: Mut zur Konsolidierung – gemeinsam mit den Linzer:innen

  • 20. Jan.
  • 4 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 28. Jan.

Die Budgeterstellung für 2026 war ein Bauchfleck. Denn gleich zweimal wurde im Herbst 2025 das große Sparen ausgerufen, kurz danach jedoch wieder abgesagt und statt dessen das Gegenteil getan, nämlich neue Schulden aufgenommen.

 

Dieses Muster zieht sich nun seit Jahren durch. Auch der vom Linzer Kontrollamt geprüfte Rechnungsabschluss 2024 bringt das klar zum Ausdruck: Es fehlt am Sparwillen und am Mut für neue Einnahmen zu sorgen. Statt Klientelpolitik gehört das Linzer Budget rasch und ernsthaft konsolidiert. Das kann hier nachgelesen werden, zum Glück sind Prüfberichte seit kurzem öffentlich: IP_Rechnungsabschluss_2024.pdf


Budget 2027 - gemeinsam mit den Linzer:innen


Um einen Anstoß für diese dringend notwendige Konsolidierung zu geben haben wir (sowie die ÖVP auch) einen entsprechenden Antrag gestellt: „Mut zur Konsolidierung – gemeinsam mit den Linzer:innen." So fordert Lorenz Potocnik Finanzstadtrat Thomas Gegenhuber in der nächsten Sitzung auf, „für die Erstellung des Budgets 2027 (Herbst 2026) einen komplett neuen, transparenten Prozess zu erstellen, der rechtzeitig alle Gemeinderatsfraktionen sowie die Linzer Bevölkerung einbezieht. Dieser Prozess möge noch vor dem Sommer 2026 dem Ausschuss präsentiert und wenn nötig dem Gemeinderat im Herbst, vor der Budgeterstellung, zum Beschluss vorgelegt werden.“


Wohingegen die ÖVP auf externe Expertise setzt  36. Gemeinderatssitzung am 22.1.2026 um 14 Uhr, erwarten wir von einer Beteiligung und Aufklärung der Bevölkerung sowie Einbindung aller Fraktionen bessere Ergebnisse als bisher.


„Denn nur gemeinsam – mit echter Beteiligung aller Linzer:innen – kann endlich wirksam gegengesteuert werden und der notwendige strategische Aufbruch gelingen“, so PLUS-Mann Lorenz Potocnik, „denn die Bevölkerung ist mündig und bereit, ein mehrjähriges Konsolidierungsprogramm für Linz mitzuentwickeln und mitzutragen.“ 


Link Bürgerhaushalte: 


Download des PLUS-Antrags:


Download PLUS PAs zum Budget 2026


Unsere konkreten Sparvorschläge:


Medienberichte:

21.1.2026, OÖN


Auch das KDZ empfiehlt Bürgerbeteiligung für Konsolidierungsprozesse:

Haushaltskonsolidierung kann mehr als Kürzen!

Viele Städte und Gemeinden standen 2025 und stehen 2026 unter massivem Budgetdruck – gleichzeitig braucht es weiterhin verlässliche öffentliche Leistungen und Zukunftsinvestitionen.

KDZ-Expertin Anna-Gabriella Nadolph beschreibt im heutigen KDZ-Blog, wie Konsolidierung strategisch, transparent und gemeinsam mit Politik und Verwaltung gelingen kann.

📌 Mit Praxisbeispielen aus Städten wie Wiener Neustadt, Wels, Villach, Bruck an der Mur und Trofaiach – und mit innovativen Ansätzen wie Kooperation, Digitalisierung und Bürgerbeteiligung.



UPDATE 22.1.2026

In der Gemeinderatssitzung am 22.1.2026 wurde das Budget und was zu tun ist ausführlich debattiert. Im Zuge der Präsentation des Berichts zur Prüfung des höchst alarmierenden Rechnungsabschlusses 2024. IP_Rechnungsabschluss_2024.pdf


Unsere Wortmeldung dazu:

"Herr Schönberger ist kein Mann der starken Worte oder des polternden Auftritts. Dementsprechend ist das KA kooperativ und beratend ausgerichtet. Bei Prüfungen muss man daher nicht selten etwas zwischen den Zeilen lesen und die eigenen Schlüsse ziehen. 


Doch gelegentlich geht dieser konziliante Weg nicht mehr. Gelegentlich wird deutlich ausgesprochen oder niedergeschrieben, was niedergeschrieben gehört.


Das war beim Design-Center so, beim Brucknerhaus auch und das ist nun der Fall bei der Prüfung des Rechnungsabschlusses 2024. 


Im Ausschuss hieß das dann, ich zitiere nun einige Aussagen, die bei mir zu Notizen geführt haben.


“Durch Kassenkredite gehen die Spielräume noch mehr verloren” 

“das macht man nur im Notfall”  und 

“Nun kann man nicht mehr viel steuern” 

oder

“Das letzte Mal fraktionsübergreifend ist lange her” 

“wir sind gar nicht ins Diskutieren gekommen” 

“2016 gab es hingegen eine echte Klausur zu den Finanzen, und da war der Finanzdruck weitaus geringer als heute”

weiters

“Kennzahlen werden immer schlechter”

 “wir sind noch nicht beim Worst Case, aber das wird kommen”

 “Wenn wir nicht Gegensteuern” 

denn

“es fehlt der strategische Ansatz” 

und die “Kommunikation” 

“Mit Klein Klein Maßnahmen werden wir überhaupt keinen Erfolg mehr haben. Das ist Unmöglich” 

Darum braucht es 

“eine Konsolidierung - also einen strukturierten, mehrjährigen Prozess, der mit externer Beratung und dem Commitment aller politischen Fraktionen” erfolgen muss


Viele grundlegende Fragen stellen sich dabei: 

“Was wollen wir uns leisten, was nicht mehr?” 

“Was können wir den Linzer:innen zumuten, z.B. die Gebühren fürs Bewohnerparken zu erhöhen?”

 “Denn nur übers Sparen wird es nicht gehen."

“Auch Einnahmen müssen erhöht werden.”


das waren alles Zitate… Zitatende.


Die Prüfung des Rechnungsabschlusses 2024 macht klar, ES IST FEUER AM DACH IST.


Beruhigen und Durchschummeln auf Kosten der Bevölkerung und parteipolitisch motivierte Wahltaktiken dürfen sich diesen Herbst für das Budget 2027 nicht wiederholen. 


Und dafür muss jetzt der Prozess gestartet werden. Wir werden das beim ÖVP-Antrag und unserem noch näher besprechen. Beide wollen Konsolidierung - nur wir wollen auch alle Fraktionen und die Bevölkerung miteinbeziehen, nicht nur auf externe Expertise setzen."


Update 28.1.2026

Natürlich hat die schlechte Finanzlage auch mit der insgesamt schwierigen Wirtschaftslage zu tun. Bisher konnten Schulden mit steigenden Einnahmen ausgeglichen werden. Das ist nicht mehr der Fall und wird sich auch nicht so schnell ändern.


"Weite Teile der westlichen Welt sind in einer Abwärtsspirale aus hohen Schulden und geringem Wachstum gefangen. Dies sagte Nassim Nicholas Taleb bei einem Vortrag in Mannheim. "Wir sollten mehr über Weiße Schwäne sprechen, also Ereignisse, die statistisch wahrscheinlich sind und eintreten werden, die jedoch ignoriert werden", so der Star-Buchautor, Finanzmathematiker und frühere Börsenhändler.

"Der Westen ist gesättigt"Taleb begründet den Abfluss der Macht des Westens mit dem schwachen Wirtschaftswachstum bei zugleich hohem Schuldenstand. "Der Westen ist gesättigt", sagt der Wissenschaftler. Die ökonomische Entwicklung von Volkswirtschaften verlaufe meist nach dem Muster einer S-Kurve, erläutert Taleb. Junge, aufstrebende Nationen verzeichnen hohe Zuwachsraten, da mit zunehmender Wirtschaftsleistung und Bildung immer mehr Menschen einer immer produktiveren Arbeit nachgehen.

Die meisten westlichen Länder sieht Taleb jedoch im Abstieg begriffen, China wiederum stehe vor einem Scheitelpunkt. Noch genüge dort relativ geringes Wachstum, um eine aufwärtsgerichtete Tendenz aufrechtzuerhalten. In den Nationen westlicher Prägung hingegen würden schon neue Schulden aufgenommen, um die alte Schuldenlast überhaupt bedienen zu können. "Wenn man Schulden hat, muss man wachsen", meint Taleb.



Autorin: LinzPLUS

20.1.2026

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