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Linz kühlen: Vorschriften zur Pflanzung von Bäumen qualitativ verbessern

  • vor 2 Stunden
  • 2 Min. Lesezeit

Laufend werden in Oberösterreich und Linz auf Betriebsparkplätzen, vor Geschäften oder im Zuge von Bauvorhaben aller Art Bäume gepflanzt. Solche Baumpflanzungen und Begrünungsmaßnahmen werden von der öffentlichen Hand auf Grundlage des Oö. Bautechnikgesetzes, der Oö. Bautechnikverordnung (Stellplatzregelung) sowie örtlicher Bebauungspläne und Baubescheide vorgeschrieben.


Doch die Qualität der so erfolgten Baumpflanzungen ist meist nicht zufriedenstellend. Diese Bäumchen bekommen meist keine Anwuchspflege, wachsen kaum, sind in der Regel verkümmert und entwickeln daher - wenn sie nicht eh rasch wieder sterben - keine stadtklimatische, kühlende Wirkung.



Ursache dafür sind qualitativ mangelhafte Vorschriften. Denn gefordert wird nur eine bestimmte Menge bzw. eine bestimmte Größe des Baumes (Stammumfang). Das, worauf es ankommt, nämlich der Untergrund und das unmittelbare Umfeld (z.B. Baumscheiben, aber auch heiße, spiegelnde Glaswände, Asphalt oder Betonwände) werden ignoriert. Entsprechend "erledigen" die privaten oder genossenschaftlichen Projektentwickler die geforderte Anzahl eben nur nach Vorschrift, in möglichst billiger Art und Weise.  Ob die Bäume dann wirklich wachsen und in 15-20 Jahren stadtklimatisch wirksam werden, also kühlen, ist dabei meist nicht mehr relevant.


Zwei Beispiele aus Linzer Bebauungsplänen aus den letzten Jahren




Diese Praxis sollten wir ändern. Denn Linz gibt mittlerweile viel Geld für die Entsiegelung und Pflanzung von Bäumen in schwierigem Umfeld, sprich im öffentlichen Straßenraum und auf Plätzen, aus. Dafür werden Böden saniert und aufbereitet und für die nötige Bodenoffenheit und Speicherfähigkeit von Regenwasser gesorgt, um eine natürliche und ausreichende Bewässerung zu gewährleisten. Doch diese wertvollen Pflanzungen nach dem Schwammstadtprinzip machen insgesamt wenig Sinn, wenn diese Bemühungen nicht über die ganze Stadt(planung) und das ganze Baugeschehen, auch von privater oder genossenschaftlicher Seite, ähnlich qualitativ und nachhaltig verfolgt werden.

Entsprechend müssen die Vorschriften zu Baumpflanzungen (und Begrünung) qualitativ nachgeschärft werden. Der Fokus muss dabei – weit über die Größe und Anzahl der Bäume hinaus – auf dem zu schaffenden Wurzelraum und der Baumscheibe liegen. Diese müssen ausreichend groß, ‚kühl‘ und offen sein, um ein gesundes und langes Wachstum der Bäume (Wurzeln) zu gewährleisten.


Um dies zu erreichen, schlagen wir vor, dass sich eine kleine ‘Taskforce’ bestehend aus den städtischen Expert:innen der Klimastabstelle, der Stadtplanung, der Stadtgärten und der Grünflächen&Verkehrsgrün darüber Gedanken macht, wie das stadtklimatisch wichtige Ziel unsere Stadt zu kühlen über qualitativ bessere Vorschriften zur Pflanzung von Bäumen (durch Private und Genossenschaften) verbessert werden kann. 



Download des PLUS-ANTRAGS:


Autorin: LinzPLUS

13.5.2026

 
 
 

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