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Letzte Chance für einen guten IT:U-Standort

  • vor 8 Stunden
  • 5 Min. Lesezeit

Es ist naheliegend die zukünftige Regional-Stadtbahn auf städtebauliche Potentiale zu untersuchen. Genau das haben wir getan und uns vor allem die geplanten Haltestellen und ihre Umgebung und Einzugsbereiche angesehen. Dabei ist uns erneut das Areal bei der Donaufeldstraße südlich der Freistädter Straße ins Auge gestochen. Das großteils bereits versiegelte aber minderwertig genutzte Gebiet ist 25.000 m2 groß und perfekt für die IT:U. Aber der Reihe nach:


Standort Biodiversitätszentrum (blau) und mögliche Alternative bei der zukünftigen 

Haltestelle ‘Freistädterstraße (gelb).


Die geplante IT:U soll westlich der JKU auf dem Areal des Biodiversitätszentrums OÖ errichtet werden. Das Land OÖ besitzt die Liegenschaft und hat Ende März um die Umwidmung des Areals angesucht. Ein Großteil der Stadtregierung unterstützt das offenbar. 


Doch dieses Grundstück hat - außer dass es dem Land OÖ gehört und neben der JKU liegt - keine Vorteile. Im Gegenteil: 

  • Es handelt sich faktisch - auch wenn es aktuell als Bauland mit Sonderwidmung Museum gewidmet ist - zum größten Teil um ökologisch wertvolles Grünland und eine stadtklimatisch bedeutende Schneise. Biodiversität geht verloren. Langwierige Widmungs-, Umwelt- und Naturschutzrechtliche Verfahren sind erforderlich. 

  • Des Weiteren gibt es dort auch ein “Wasserproblem”: Einer der Elmberggräben (Nr. 4) läuft dort durch, darf nicht verbaut werden und bedarf in Bezug auf Hangwasser besonderer Aufmerksamkeit und Schutz. 

  • Auch die Distanz zur zukünftigen Haltestelle der Regional-Stadtbahn ist mit 1,1 km sehr groß.

  • Die Zufahrten zum Gelände bestehen aus engen Straßen und Gassen und das Umfeld ist vor allem Wohngebiet. Widerstand der Anrainer:innen ist vorprogrammiert. 

  • Schließlich ist eine Erweiterung der IT:U in Zukunft begrenzt.


Darum ist es notwendig, auch und gerade als Stadt selbst aktiv nach einem besseren Standort zu suchen. Ziel muss es sein, Schaden für Linz und unsere Bevölkerung zu reduzieren und der IT:U selbst bessere Entwicklungsmöglichkeiten zu bieten.

Durch die zukünftige Regional-Stadtbahn Linz eröffnen sich genau dafür vollkommen neue Potentiale. Schon bei einer schnellen Untersuchung der Haltestellen dieser neuen Infrastruktur und der in der Nähe befindlichen Grundstücke, sticht das Areal zwischen Donaufeldstraße, Further Straße und Freistädter Straße (aktuell 'Soccerarena') ins Auge. Insgesamt stünden dort rund 25.000 m2 zur Verfügung. Davon sind 14.000 m2 bereits versiegelt. Es handelt sich um drei Grundstücke (KG 45214, GNr 974/1, 977, 980/1) mit der Sonderwidmung ‘Grünland Sport- und Spielfläche’. 


Die Vorteile dieses Standorts sind zahlreich:

  • die zukünftige Haltestelle ‘Freistädterstraße‘ der Regional-Stadtbahn befindet sich in unmittelbarer Nähe, diese könnte sogar direkt auf das Areal verlegt werden

  • sehr gute Erreichbarkeit per PKW, Rad, Bus

  • kaum Anrainer:innen, angrenzend befindet sich ein Betriebsgebiet

  • sehr hohe Sichtbarkeit von der Autobahn, der Regional-Stadtbahn, der Freistädter Straße sowie vom Damm

  • angrenzendes Sport- und Freizeitareal Pleschinger See

  • es gibt kaum Umweltthemen, dadurch sind wenig Widerstand und ein einfaches Verfahren, dadurch wiederum weniger politische Konflikte und ein schneller und sicherer Planungsprozess zu erwarten.

  • Nähe zur JKU ist gegeben (800 m zum Science-Park, das ist ident wie vom Standort Biodiversitätszentrum, 1000 m zur Bibliothek)

  • flaches und ‘einfaches’ Grundstück, entsprechend leichter zu beplanen, auch in Etappen, aufwändige Wassersicherungs- und Hangbauten entfallen.


Deshalb gehört dieser Standort dringend auf Machbarkeit und Eignung geprüft - von der Linzer Stadtplanung, den Verantwortlichen der IT:U, der Landesregierung OÖ und des Bundesministerium für Wissenschaft und der Bundesimmobiliengesellschaft. 


Unser Antrag dazu zum Download


Der in der Gemeinderatssitzung vom 28. Mai zur Abstimmung stehende Beschlusstext:

Der für Stadtplanung zuständige Bürgermeister Dietmar Prammer möge dafür sorgen, dass der Standort am Areal zwischen Donaufeldstraße, Further Straße und Freistädter Straße (derzeit u.a. 'Soccerarena', Grundstücke Nr 974/1, 977, 980/1, alle KG 45214) als Alternative für die aktuell vorangetriebene Ansiedlung der IT:U am Grundstück des Biodiversitätszentrums geprüft wird. 


Dafür möge er das Gespräch mit den Verantwortlichen und Zuständigen der IT:U selbst, dem Land OÖ, dem Bund und der BIG (Bundesimmobiliengesellschaft m.b.H.) und natürlich den Eigentümer:innen der Liegenschaften suchen und diese an einen Tisch bringen. Das Ergebnis möge er so rasch wie möglich dem Ausschuss für Stadtplanung präsentieren. 


Flächenwidmung, Grundstücksnummern, Trassenführung der Regional-Stadtbahn Linz.


Bereits 2020 hat Lorenz Potocnik genau diese Flächen ins Spiel gebracht. Damals ging es um den Eigentümer von Fabasoft, Herr Fallmann, der mit Hilfe des Linzer Bürgermeisters und des Landeshauptmanns mit Grundstücken (Grünland und Grünzug) hinter dem Science Park spekuliert hat.


Fall Fabasoft hinter der JKU: Ich habe mir letztes Wochenende den Wald und die Felder genau angesehen. Schon wieder sind wir im Grünzug, schon wieder würde eine neue Bebauung die bestehende, klare Siedlungsgrenze sprengen und schon wieder ist es nicht nachvollziehbar, warum genau dort auf Wunsch einer IT-Firma gebaut werden sollt. Weit über hunderttausend Quadratmeter Bürofläche sind in Linz bereits in Planung und am Entstehen (Tech-Base in der Wolfgang-Pauli Straße, Nestlé Areal in der Franckstraße, Post-City und ÖBB-Entwicklung in der Wienerstraße).  Der Verdacht liegt leider schon wieder sehr nahe, dass es nur darum geht, an billiges Bauland zu kommen.


Liebe Fabasoft, Linz will euch, aber nicht im Grüngürtel. Es gibt genügend Möglichkeiten, bitte tut doch nicht so, als wäre das die einzige Möglichkeit. Das ist lächerlich und jeder durchschaut euren Versuch, an billiges Bauland zu kommen. Und Sie, Herr Bürgermeister, zeigen sie ausnahmsweise Rückgrat und Weitblick für ihre Stadt. Sie wurden zum Bürger- nicht zum Freunderlmeister gewählt.


Schärfster Kritiker des Projektes ist Fraktionsobmann Lorenz Potocnik. Aus seiner Sicht ist es nicht notwendig, Grünland zu verbauen. "Es gibt viele andere mögliche Standorte. Wir haben Flächen ohne Ende", so Potocnik, der einen "Raubbau am Grüngürtel" ortet. Und Potocnik hat auch einen konkreten Alternativ-Vorschlag: Nur wenige hundert Meter weiter südlich gäbe es zwischen der Mühlkreisbahn und dem Pleschinger See genügend geeignete Flächen. Auch Hein nennt weitere Optionen, wie ein Grundstück des gleichen Eigentümers in unmittelbarer Nähe, das als Siedlungserweiterungsgebiet ausgewiesen sei und demnach umgewidmet werden könne. Auch die Post City beim Hauptbahnhof ist für Hein eine Option.




IT:U, "dynamischer Masterplan" und der Linzer Grüngürtel. Wem gehören die Grundstücke?

Ich arbeite mich gerade durch das Kataster und Grundbuch. Hier nachzusehen. https://wo.doris.at/weboffice/externalcall.jsp... 


Einer der Besitzer ist die Firma Fabasoft. 15.932 m2 Wald und landwirtschaftlicher Grund gehören dem IT-Unternehmen. Gekauft wurde von Fürst Starhemberg. (GSt 1561/2, GSt 1562, GSt 1580/1, GSt 1580/2, GSt 1584, GSt 1758/1, GSt 1758/2, GSt 1758/3)

In diesem Zusammenhang ist die Erkenntnis (Geschäftszahl 552491) des LVwG betreffend Grundverkehr im Univiertel vom 10.11.2023 interessant. Download: https://www.lvwg-ooe.gv.at/35.htm?suche.query=552491...


Bereits vor Jahren wollte Fallmann die nötige Eignung durch die Grundverkehrskommission vermeiden und hat auf "Bauerwartungsland" plädiert. Die Stadt wusste damals aber noch nichts davon oder wollte es nicht wissen. Die Pläne der IT:U haben ihm dabei dann in die Hände gespielt. Plötzlich ging es doch, auch wenn es nicht mehr um 30€/m2 über die Bühne gegangen ist.



Weitere PLUS-Beiträge und Versuche die IT:U in die Postcity zu bekommen:


Auch mit einem Antrag hat LINZ+ es im März 2025 versucht:

PLUS-Antrag: IT:U zum Bahnhof: Neuplanungsgebiet für die ‘Post-City’

Mitten in die Grünschneise und ins Naherholungsgebiet soll die IT:U kommen.



Autor:in: Linz+

  1. Mai 2026

 
 
 

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