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Sintstraße: Seit 30 Jahren Stillstand und Totalversagen der roten Stadt Linz

Bereits seit 2016 hat Lorenz Potocnik, erste politische Initiativen zur Siedlung in der Sintstraße gesetzt. Trotz besseren Wissens wurde 2019 der 18 Häuser umfassende, denkmalgeschützte Wohnkomplex in der Sintstraße verkauft, um das Gebiet als Wohnviertel neu zu beleben. Potocnik hat damals schon eingefordert: „Beim Verkauf darf es dem Grundbesitzer GWG nicht ums Geld alleine gehen, sondern um die richtige Idee, um das beste Nachnutzungs-Konzept. Außerordentliche Bauwerke erfordern einen außerordentlichen Prozess. Wir brauchen daher unbedingt ein Wettbewerbsverfahren, um die denkmalgeschützte Arbeitersiedlung optimal zu entwickeln.“ Die vom legendären Stadtbaudirektor Curt Kühne von 1927 bis 1931 gebaute Hafenarbeiter-Siedlung habe enormes Potenzial, so Potocnik. 70 Jungfamilien könnten hier zukünftig ein neues Zuhause finden.

Die GWG hat die denkmalgeschützte Arbeitersiedlung 2020 in der Sintstraße einfach an den Höchstbieter (STRABAG) verkauft. „Kein Ideenwettbewerb, keine städtebauliche Ambition, kein Wille aus dieser Perle ein Vorzeigeprojekt mit leistbarem Wohnen für junge Familien zu machen. Das ist schwer auszuhalten“, sagt Stadtentwickler Potocnik. Das Schicksal des 18 Häuser umfassenden, denkmalgeschützten Wohnensembles erscheint nun besiegelt.

Luftbild Sintstraße, Curt Kühne 1927-31


Seit Jahren fordert er (auch mit Gemeinderatsanträgen), dass ein sogenannter "Bauträgerwettbewerb" nach Wiener Vorbild durchzuführen wäre. Dabei wird das Areal zu einem festgelegten Fixpreis verkauft. Inkludiert gewesen wäre ein Muss-Katalog samt von der GWG und der Stadt Linz erarbeiteten qualitativen Kriterien. So hätte der richtige Nutzer gefunden und eine entsprechende Nutzung abgesichert werden können. Das jetzige Resultat ist mit aller Wahrscheinlichkeit, dass noch mehr Luxus-Anleger-Objekte für einige wenige, die sich das leisten können entstehen.


Seit über 30 Jahren ist die Sintstraße Thema in der Kommunalpolitik (siehe Artikel aus den Krone 14. Februar 1980) und bis heute ist wenig passiert. Das Potenzial der Siedlung ist enorm. Der jahrelange Stillstand in diesem wertvollen Stadtentwicklungsgebiet sollte ein Ende haben.

Krone Artikel 1980 mit einer Analyse der Architekten Schremmer/Jell:

Krone 1980_sintstrasse Analyse Architekten_Schremmer_Jell
.pdf
Download PDF • 1.17MB

Alle Anträge seit 2016:

2016_GR_Antrag Potocnik_Sintstrasse_
.pdf
Download PDF • 138KB
2017_GR_Antrag Sintstrasse_Wettbewerb_Jan Potocnik
.pdf
Download PDF • 137KB
2019-03-27_GR_ANTRAG Arbeitersiedlung Sintstrasse_Potocnik
.pdf
Download PDF • 150KB


Alle Presseaussendungen dazu:

2017-01-22-PA Potocnik-Sintstrasse
.pdf
Download PDF • 48KB
2019-04-11-Potocnik-Sintstrasse
.pdf
Download PDF • 72KB
2020-10-14_Potocnik-Sintstrasse
.pdf
Download PDF • 244KB
2021-04-14_Potocnik-Sintstrasse_FINAL
.pdf
Download PDF • 242KB

Medienresonanz:




Informationen zur Gartenstadt Sintstraße

Architekt dieser von 1927-1931 errichteten Hafenarbeiter-Siedlung war der legendäre Stadtbaudirektor Curt Kühne. Das „Rote Linz“ verfolgte damals die Idee einer Gartenstadt – eher kleine, schmucklose Wohnhäuser mit viel Grünraum als Treffpunkt und Kommunikationsraum, die sich an englische Vorbilder anlehnte. Das Viertel umfasst 18 zweigeschossige, freistehende Häuser mit 144 (der damaligen Zeit entsprechenden, sehr kleinen) Wohnungen auf einem knapp 16.000 Quadratmeter großen Grundstück mit einer parkähnlichen Grünanlage als Zentrum. Die ehemalige Arbeitersiedlung ist architektonisch ein historisch wertvolles Beispiel für die bis heute lebendige „Gartenstadt“-Bewegung. Seit 2008 ist die Anlage im Besitz der GWG. Es gab Stimmen, die Siedlung abzureißen und Standard-Wohnungen hinzustellen. Bis auf ein paar Einheiten stehen die Häuser etwa seit 2015 leer.


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Autor:in: Linz+

14.10.2022