Bulgariplatz-Viertel: Poschacher Wiese zu attraktivem Jugend- und Mädchen-Park machen
- linzplus
- 25. Nov. 2025
- 3 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 23. Dez. 2025
Die Poschacher Wiese im stetig wachsenden Bulgariplatz-Viertel ist groß, liegt gut und ist eines der wenigen grünen Angebote im Viertel. Trotzdem wird sie auffällig wenig genutzt. Dazu hat unsere Kollegin und Anrainerin Renate Pühringer die letzten Monate mit über 200 (potenziellen) Nutzer:innen gesprochen und folgendes herausgefunden:

Hier ist Handlungsbedarf: Der baufällige Pavillon soll verbessert werden und die Poschacher Wiese zu einem attraktiven, sicheren und inklusiven Ort für Jugendliche, Mädchen und Familien werden.
So wird der größte Park im Viertel - die Panuli-Wiese - gemieden, weil sie von stark befahrenen Straßen und der Autobahn regelrecht eingekesselt und deshalb laut und schlecht gelegen ist. Zusätzlich ist der Park durch Hügel und Bepflanzung versteckt. Diese strukturellen und schwer korrigierbaren Eigenschaften mindern die Qualität des Parks. Viele Eltern erlauben deshalb ihren Kindern nicht, dort zu spielen – sie empfinden den Ort als unsicher und unattraktiv. Vor allem junge Mädchen meiden den Park komplett. Abgesehen von der Hundezone bleibt die eigentlich schöne Anlage selbst am Tag meist leer.
Das macht die sehr gut gelegene Poschacher-Wiese für Mädchen, Kinder, Familien und Jugendliche (https://www.wien.gv.at/frauen/maedchenprojekte-im-oeffentlichen-raum) umso wichtiger: Trotzdem wird der Spielplatz für Kleinkinder wenig genutzt. Burschen und Männer spielen gelegentlich Fußball, Jugendliche treffen sich im baufälligen Holzpavillon, finden den Park aber langweilig.

Jugendliche, Mädchen und Eltern wünschen sich:
vielfältige Bewegungsangebote, Fitness, Motorik, speziell auch für Mädchen
mehr Bäume an den Rändern, mehr Schatten im Sommer
coole Sitzgelegenheiten für Jugendliche und Tische (auch überdacht und windgeschützt)
gepflegte WCs (aktuelle stinkendes Dixi-Klo ohne Klopapier)
Trinkwasserbrunnen
Box mit Leihgeräten (Schläger, Bälle, Seile, Frisbees, Volleyballnetz …)
regelmäßige Wartung und Reinigung
Container mit Strom, um Feste auszurichten (versperrbare “Küche”)
barrierefreie Changing-Places für Menschen mit Behinderungen und Eltern/Betreuungspersonen mit Kleinkindern
einen Basketballkorb, Volleyball-Netz und zwei Tischtennis-Tische
Mit diesem Antrag soll die Poschacher Wiese zu einem attraktiven, sicheren und inklusiven Begegnungs- und Bewegungsort - insbesondere für Jugendliche, Mädchen und Familien - weiterentwickelt werden.
Download des Antrages:
Medienberichte:
Update 9.12.2025 - Altlast O7, UBA ID 72226 - die Poschacher Wiese ist kontaminiert und war eine Mülldeponie:

Laut GIS-Informationen gilt für die Poschacher Wiese: Altlast vorhanden, Sicherung abgeschlossen. Das bedeutet, dass derzeit wahrscheinlich keine unmittelbare Gefährdung besteht – die 1997 erfolgten Maßnahmen aber keine echte Sanierung darstellen. Die Fläche wird seitdem als Spielwiese genutzt; die Sicherung erfolgte ausdrücklich für die Nutzung als Kinderspielplatz. Nicht zulässig sind Eingriffe in den Boden wie Graben, Aushübe oder ähnliche Arbeiten. Zulässig ist hingegen das Aufschütten.
Anbei die Dokumente aus den 90iger Jahren:

Update 14.12.2025 und Download der Presseaussendung:

Bei der Gemeinderatssitzung letzte Woche haben wir die Idee eines Jugend- und Mädchenparks für die Poschacher Wiese präsentiert. Kurz davor wurde jedoch bekannt, dass die Grünfläche auf einer alten, nur provisorisch gesicherten Kontamination aus Schutt und Asche aus der Nachkriegszeit liegt. Der „Hügel“ auf dem Spielplatz besteht nicht aus Erde, sondern aus giftigem Material, das seit 1997 lediglich durch eine Folie und eine dünne Erdschicht abgedeckt ist.
Doch: „Statt Klartext zu reden und die Wahrheit zu sagen, gab es von der zuständigen Vizebürgermeister Karin Leitner ausweichende Antworten und Ausreden. Lang und breit hat sie erklärt, warum hier nichts gemacht werden könnte”, wundert sich Piovesan und fordert eine Prüfung oder Sanierung: “Das Areal muss meiner Meinung nach geprüft werden. Es ist fraglich, ob der Park mit den giftigen Altlasten nach wie vor sicher ist. Wenn ja, steht der Aufwertung der Wiese nichts im Wege! Denn alles, was ich vorgeschlagen habe, bedarf keiner Fundamente, keines Aufgrabens oder Bodenarbeiten. Wenn nein, braucht es sofort echte Sanierung.”
Eine Überprüfung der Deponie und der Kontaminierung wurde von SPÖ und GRÜNE ohne Begründung abgelehnt – selbst die Zuweisung an den Umweltausschuss wurde verhindert. Zur Altlast wurde schlicht geschwiegen.
Download der Anfragen für die 36. Gemeinderatssitzung:
Altlast Deponie Poschacher Wiese – Überprüfung der Sicherheitslage nach 30 Jahren:
Poschacher Wiese 1945 und 2023. Bis Ende des 2. Weltkrieges waren hier nur Gärten - heute eine Deponie.
Quelle: https://webgis.linz.at/rpweb/Orthofotos_Linz.aspx?site=GMSC&project=DOP_historisch&lang=de-de
Nutzungsvertrag Poschacher Wiese:
Autorin: LinzPLUS
24.11.2025





















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