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Als Hundertjährige oder im Rollstuhl sitzend, einfach durch die Stadt zu radeln? Ja, das geht!

„Ein kleiner Ausflug mit Pflegebedürftigen – egal ob von zu Hause oder aus dem Pflegeheim – ist oft sehr beschwerlich und umständlich. Allein das Umsteigen in ein Auto, Ein- und Auspacken des Rollstuhls kostet Kraft und birgt Sturzgefahren. Und Spaß macht Autofahren in der Stadt auch nicht.“ beschreibt die diplomierte Pflegerin und PLUS-Gemeinderätin Renate Pühringer die tagtägliche Situation vieler Bewohner:innen und Angehörigen im Heim. „Genau darum erobern sogenannte Rollstuhl-Dreiräder diverse Städte. Kurz mit der Oma oder dem Opa durch die Stadt radeln oder einen Ausflug machen, dabei den Fahrtwind genießen, miteinander tratschen und nebenbei auch noch schnell ein Semmerl kaufen? Ja, das geht!“ ist Pühringer begeistert und startet daher ein Pilotprojekt für Linz. „In ein paar Jahren könnten hunderte solcher Räder in Linz unterwegs sein.“


Spezielle Lastenräder für Betagte oder auf den Rollstuhl angewiesene Personen erobern europäische Städte. Nun soll auch ein Pilotprojekt solcher Rollstuhl-Dreiräder in Linz starten.


Pilotprojekt für Linz initiieren

In der Gemeinderatssitzung am 30. Juni stellt die PLUS-Fraktion den Antrag, ein Pilotprojekt mit Rollstuhl-Dreirädern in Linz zu initiieren. Ein solches, spezielles Lastenrad soll probeweise für Linz angekauft werden. Dieses Dreirad mit unterstützendem Elektromotor nimmt vorne auf der Ladefläche die Person im Rollstuhl auf. Dazu sind weder viel Kraftaufwand noch Hebehilfen nötig. Die Fahrer:in sitzt unmittelbar dahinter, es kann gut miteinander gesprochen werden. So kann auch spontan die Route gestaltet oder an besonderen Plätzen stehen geblieben werden.

“Entscheidend ist, dass ein mühevoller Transfer für gehbehinderte Menschen entfällt. Die Person im Rollstuhl kann an jedem beliebigen Ort auf das Rollstuhl-Dreirad hinauf oder hinunterfahren. Dafür gibt es sogar eine kleine Winde, um absolut sicher zu gehen. Ausflüge am Rollstuhl-Dreirad können auch von Angehörigen und Freunden begleitet werden und ermöglichen so besondere gemeinsame Momente.” streicht Pühringer die Vorzüge des Rollstuhl-Dreirades heraus.


Bald bei jedem Altersheim ein Ausflugsrad?

“Unser Ziel ist, dass jeder Mensch, der auf einen Rollstuhl angewiesen ist, die Möglichkeit hat, einen Dreirad-Ausflug zu machen! Vielleicht finden sich auch Sponsor:innen, um das Projekt auf die ganze Stadt auszuweiten. Dann stünden auch genug Rollstuhl-Dreiräder für Gruppenausflüge zur Verfügung! Das Know How für das Ausleihen von Lastenrädern gibt es in Linz ja bereits, das sollte kein Problem mehr darstellen. Auch sind als Fahrer v.a. Angehörige und Ehrenamtliche angesprochen, nicht die bereits überlasteten Pflegekräfte.“ Ist Pühringer zuversichtlich für die Zukunft. „Damit sich jede Gemeinderätin am Donnerstag, 30. Juni selbst ein Bild machen und das einzigartige Fahrgefühl erleben kann, haben wir einige der Dreiräder von 12 bis 14 Uhr vor das Alte Rathaus, am Hauptplatz „bestellt“. Einfach einsteigen und mitfahren. Wir fahren gerne eine Runde mit Ihnen.“


LINK: -> Behindertenfahrrad

LINK: -> Beispiel Aspern Seestadt



Der Linzplus Antrag dazu:

ANTRAG PLUS_PÜH_Rollstuhl-Fahrräder
.pdf
Download PDF • 127KB

Medienberichte: #

Krone, 24.6.2022: Sogar Hundertjährige können bald durch Linz radeln

Tips, 27.6.2022: Pilotprojekt in Linz: mit dem Rollstuhl-Dreirad durch die Stadt radeln


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Autor:in: Linz+

23.6.2022