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2027: Radln macht jetzt vui Spaß

Neulich habe ich meiner kleinen 8-jährigen Tochter Mara ein Gute Nacht-Geschichte vorlesen dürfen. Da kein Buch zur Hand war, habe ich halt selbst eine Geschichte erzählt…wir sind im Jahre 2027, wir beide fahren von unserer neuen Wohnung im Mehrgenerationenhaus in Ebelsberg wie jeden Morgen gemeinsam mit dem E-Bike in die Linzer Innenstadt. Das geht jetzt ruckzuck, seitdem wir uns von Linz+ für den durchgängigen Radschnellweg eingesetzt haben. Ebelsberg ist total grün geblieben, da wir den Neubau der Ostautobahn verhindert haben, Du und Deine Freundinnen spielen jeden Tag an den Traunauen, die sind nämlich weiter ein unberührtes Naturjuwel!


Der Radschnellweg wurde von dem Budget gebaut, was eigentlich für die Ostautobahn verplant war. Die Stadt Linz hat dies vom Bund bekommen, es war ausreichend, da auch der Tunnel des Westrings zum Bahnhof nicht gebaut wurde. Wir haben mit dem Geld ganz viele tolle Dinge verwirklichen können.


Wir sind also wie der Wirbelwind in 20 Minuten in der Innenstadt. Dabei führt der Radweg auf einer breiten Trasse direkt am VOEST-Gelände vorbei. Das ist ganz toll, da seitdem auch ganz viele VOEST’ler mit dem Rad anreisen können. Und Du wirst es nicht glauben: es gibt kaum Ampeln, die früher für uns Radfahrer so hinderlich und gefährlich waren! Seitdem wir immer den Autos und LKWS vorgereiht werden, einige Brückenüberführungen sind auch noch dazu gekommen.


Apropos Autos…es sind deutlich weniger unterwegs, seitdem wir viele Park&Ride-Anlagen an den großen Einfallsstraßen für die Pendler zusammen mit dem Land Oberösterreich und auch den anderen Umlandgemeinden angelegt haben. Und Du wirst es nicht glauben! Dadurch konnten wir fast 25% der Parkplätze in der Innenstadt durch neue Bäume ersetzen! Das Linzer Innenstadtklima ist in den heißen Sommermonaten nun viel erträglicher, gerade älteren Menschen geht es dadurch viel besser.


Am Bulgariplatz teilen sich unsere Wege, Du fährst jetzt immer ganz alleine in die Schule, da es viel sicherer geworden ist, mit dem Rad in der Innenstadt zu fahren. Es gibt extra Fahrradwege, die Kreuzungen sind viel übersichtlicher gestaltet worden. Das alles haben wir durch unsere Aufklärungskampagne „Radln macht vui Spaß“ geschafft.

Und es fahren viel mehr Menschen auch mit den Bussen, seitdem wir die 10 Minuten-Taktung für alle Linien eingeführt und auch die Ticketpreise deutlich reduziert haben, die ersten 6 Stationen sind jetzt immer gratis. Wenn es mal regnet, können wir immer auch unsere Fahrräder mit in die Bim nehmen, das hat uns doch früher immer gefehlt.


Papa, das hört sich ja ganz wunderbar an!


Warte, das beste habe ich Dir ja noch gar nicht erzählt: wir haben unsere eigene Mobilitäts-App eingeführt, überall in jedem Stadtteil kann man sich zusammentun, um Autofahrten gemeinsam zu planen. Wir haben es geschafft, dass dadurch jedes fünfte Auto nicht mehr neu angeschafft wurde. Und das schönste daran ist, die Linzer:innen sind sich dadurch wieder nähergekommen, wir hätten Max und Hannah sonst nie kennengelernt, da wir uns seit 2 Jahren ein gemeinsames Auto mit deren Eltern teilen.


Papa, das ist aber eine schöne Geschichte. Und ich bin soooo froh, dass Du Dich jetzt für den Linzer Gemeinderat bewirbst 😊


Mehr über Matthias findet ihr ->hier


Autorin: Linz+

22.8.2021