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Gesundheitshotline 1450 verbessern - Service erhöhen, Krankenhäuser spürbar entlasten

  • 2. März
  • 2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: vor 1 Tag

Seit 2017 bietet die Gesundheitshotline ‘1450’ eine kostenlose telefonische Erstberatung an. Sie soll Patient:innen gezielt durch das Gesundheitssystem lotsen und als niederschwellige Anlaufstelle bei akuten Symptomen und Gesundheitsfragen dienen. Ziel dabei ist auch, unnötige Spitalsbesuche zu vermeiden und so Krankenhäuser zu entlasten. Denn oft kann bereits durch telefonische Beratung richtig gesteuert und viel abgefangen werden.


Derzeit ist die Beratung über 1450 – telefonisch wie online https://1450.at – ausschließlich in deutscher und englischer Sprache verfügbar.

Damit wird der Anspruch einer niederschwelligen Gesundheitsberatung nicht erfüllt und der gesellschaftlichen Realität nicht Rechnung getragen. Über 27 % der Bevölkerung in Österreich haben einen Migrationshintergrund, viele Menschen sprechen Türkisch, Ukrainisch, Arabisch, Bosnisch, Kroatisch, Serbisch, Albanisch… aber nicht ausreichend Deutsch oder Englisch.


In einer Fremdsprache – noch dazu in einer akuten Ausnahmesituation – ist die Verständigung deutlich erschwert. Denn komplexe gesundheitliche Symptome präzise zu schildern und medizinische Empfehlungen sicher zu verstehen, hängt stark von Sprachkenntnissen ab. Gerade bei Gesundheitsfragen geht es um Symptome, Risiken und Unsicherheiten – im Zweifel um Leben und Tod. Wer hier an sprachliche Grenzen stößt, sucht häufiger unnötig überfüllte Ambulanzen auf, erhält verspätet ärztliche Hilfe oder findet im schlimmsten Fall gar keinen Zugang zum Versorgungssystem. Sprachbarrieren sind daher nicht bloß eine Frage der Integration, sondern ein konkretes Risiko für die Gesundheit unserer gesamten Bevölkerung.


Eine Lösung dafür wären breit angelegte, mehrsprachige Informationskampagnen sowie Mehrsprachigkeit an der Hotline ‘1450’. Nur so wird 'Vierzehn Fünfzig' zu der selbstverständlichen Gesundheitshotline für alle in ganz Österreich – unabhängig von Herkunft oder Muttersprache. Nur dann wird das gesamte Gesundheitssystem wirklich entlastet. 


Erstrebenswert wäre dafür eine österreichweite Lösung: eine bundesweit einheitliche Organisation mit zentraler Steuerung und evtl. technischer Unterstützung wie Echtzeit-Übersetzung. Aktuell ist ‘1450’ föderal organisiert, mit unterschiedlichen Betreibern und Strukturen je nach Bundesland. Diese ‘kleinen Strukturen’ erschweren einheitliche Qualitätsstandards. 


Angesichts von Personalknappheit und steigenden Gesundheitskosten ist das keine Zusatzforderung oder ein ‘Nice-to-have’, sondern eine wirkungsvolle Investition in unser Gesundheitssystem.


Hier die PLUS-Resolution zum Download:


Der Antrag wurde in der 37. Gemeinderatssitzung am 19.3. mehrstimmig angenommen (Stimmenhaltung FPÖ).

Die Resolution an die Bundesministerin für Gesundheit und Pflege, Korinna Schumann geschickt.


Medienberichte:

24.3.2026, OÖN


Weitere Artikel aus dem Standard zu 1450:


Autorin: LinzPLUS

2.3.2026

 
 
 

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