Mehr Hirn in die Stadt

In einem Jahr können sich die Linzer:innen wieder aussuchen, wie es mit Linz weitergehen soll. Die Wahl wird darüber entscheiden, ob unsere Stadtspitze weiter visionslos wurschteln wird, oder ob unser Linz in Zukunft strategisch geführt und klug weiterentwickelt wird. Denn egal ob in der Stadtentwicklung, bei der Mobilität, im Wohnbau, bei den Finanzen oder der …

In einem Jahr können sich die Linzer:innen wieder aussuchen, wie es mit Linz weitergehen soll. Die Wahl wird darüber entscheiden, ob unsere Stadtspitze weiter visionslos wurschteln wird, oder ob unser Linz in Zukunft strategisch geführt und klug weiterentwickelt wird. Denn egal ob in der Stadtentwicklung, bei der Mobilität, im Wohnbau, bei den Finanzen oder der Sicherheit im öffentlichen Raum, wir stoßen immer wieder auf dasselbe Muster: Es wird zu viel schöngeredet und ignoriert, weiter verwaltet, zu wenig nachgedacht. Daher bleiben viele Chancen liegen – Lösungen werden blockiert. Kurzfristige parteipolitische Interessen werden über langfristige städtische Ziele gestellt. 

Deshalb fordern wir: 

MEHR HIRN IN DIE STADT

Damit auch möglichst viele Linzer:innen das mitbekommen, nutzen wir große Plakate.

„Wo wir hinschauen, wird irrational gehandelt und entschieden“, kritisiert Lorenz Potocnik. „Dabei fehlt es in Linz keineswegs an Wissen, Erfahrung und klugen Köpfen. Dieses Potenzial wird nur viel zu oft liegen gelassen – manchmal sogar bewusst blockiert. Statt die vorhandene Intelligenz unserer Stadt für bessere politische Entscheidungen und eine positive Entwicklung von Linz zu nutzen, wird an der Stadtspitze weitergewurschtelt wie bisher.“

Seit Jahren bringen wir konkrete Ideen ein und kämpfen für eine verantwortungsvolle, intelligente Entwicklung unserer Stadt. Doch viel zu oft werden gute Vorschläge blockiert, nur weil sie von der ‚falschen‘ Seite kommen. Statt sachlich nach der besten Lösung für Linz zu suchen und die Bürger:innen einzubinden, werden parteitaktische Entscheidungen getroffen. Für mich als Quereinsteigerin aus der Privatwirtschaft ist diese Art, Macht auszuüben nur schwer auszuhalten“, sagt die Linzer Gemeinderätin Brita Piovesan. “Allein was in den letzten Jahren im Kaplanhofviertel passiert ist, geht auf keine Kuhhaut.” 

Neue Kultur des Denkens und Handels

International längst etablierte Drogenkonsumräume werden billigem Populismus geopfert, Investoren werden für kurzfristige Gewinne zu Lasten der Allgemeinheit bedient, die Stadt steigt trotz aller Mobilitäts- und Klimaerkenntnissen nicht aus dem Westring-Vertrag aus und entgegen der Notwendigkeit, den Haushalt entschlossen zu konsolidieren, wurden letztes Jahr noch schnell über 100 Millionen Euro Kredite aufgenommen – nur um den Anschein zu erwecken, es sei alles in bester Ordnung bis zur Wahl 2027. Potocnik forsch: “Die Inkonsequenzen, Widersprüche und strategischen Versäumnisse zu Lasten der Linzer:innen können so nicht weitergehen. Wir fordern eine neue Kultur des Denkens, bevor entschieden und gehandelt wird.“ 

Linz hat keinen Mangel an Ideen oder Wissen. Linz hat ein Problem in der Umsetzung und vor allem beim Nachdenken. Wichtige Ideen bleiben liegen, weil sie die falsche Urheberschaft haben oder den Zuständigen nicht in ihr Parteikalkül passen, viel zu oft wird etwas im Hintergrund bereits fixiert und beschlossen, um nachher darauf zu kommen, dass das wenig Sinn macht. Bestes Beispiel dafür sind die neuen Garagen und Parkplätze rund um die Tabakfabrik. “Bei der Planung der Quadrill wurden schlicht und einfach die Parkplätze für den denkmalgeschützten Bestand ignoriert. Jetzt im Nachhinein muss es teuer und mit öffentlichen Zuschüssen korrigiert werden. Das Ergebnis ist hässlich, schafft neue Versiegelung, ist für die Benutzer:innen ein schlechtes Angebot und belastet zusätzlich das verkehrsgeplagte Kaplanhofviertel.” so Piovesan immer noch wütend. 

Intelligenz reichlich vorhanden

Dabei wird die Intelligenz der Stadt nicht einbezogen, nicht aktiviert und viel zu oft liegen gelassen. Millionenprojekte werden ohne echten Plan gestartet. Strategische Grundstücke werden ohne langfristige Perspektive vergeudet. Für Klimaschutz werden punktuell Bäume gepflanzt, während in Innenhöfen und bei Nachverdichtungen systematisch gewachsener Boden und alter Baumbestand vernichtet werden. Der Test für einen Radweg auf der Nibelungenbrücke wurde panikartig beendet, bevor überhaupt belastbare Erkenntnisse vorlagen.

„Wir wollen niemanden für dumm erklären. Aber wir müssen leider über zu viele dumme Entscheidungen reden. Lokalpolitik muss wieder bedeuten: zuerst die Herausforderung gut  zu verstehen, dann Möglichkeiten und Lösungen abzuwägen und zu prüfen, sowie Konsequenzen abzuschätzen – und erst dann zu entscheiden“, so Lorenz Potocnik. “Linz ist das Herz eines Ballungsraumes mit rund 500.000 Einwohner:innen – kein kleines Dorf. Diese große Stadtregion hat sich eine intelligente und nachvollziehbare Politik verdient.”  

„Eine klügere, transparentere und nachvollziehbarere Politik wird nicht nur dafür sorgen, dass sich Linz besser entwickelt. Sie kann auch das Vertrauen in politische Entscheidungen stärken, die Wahlbeteiligung erhöhen und vor allem die Linzer:innen bei den großen und schwierigen Vorhaben, die vor uns liegen, mitnehmen und dafür begeistern. Eine Politik, die gut erklärt, vernünftig begründet und die Menschen ernst nimmt, ist nicht zuletzt eines der wirksamsten Mittel gegen den grassierenden Rechtspopulismus“, so Brita Piovesan.

Wo Linz mehr Hirn braucht – einige Beispiele:
  1. IT:U: Standortsuche ohne professionelle Alternativenvergleich
  2. Brau-Union-Areal: Erst nachdenken, dann bauen
  3. Drogenkonsumraum: Populismus statt Expertise
  4. Aubrunnerweg: Kreisverkehr statt Schulstraße und Baumallee
  5. Tabakfabrik: Schlechte Planungen mit neuen Garage reparieren
  6. Klimastadt: Bäume pflanzen und gleichzeitig Boden vernichten
  7. Badebucht & Donauinsel: Potenzial an der Donau bleibt liegen
  8. Donauparkstadion: Erst wurde gebaut, dann gerechnet
  9. Volksgarten: Jedes Jahr dieselben Fehler wiederholen
  10. A26: Klimaschutz fördern und gleichzeitig eine Hitzeinsel baue
  11. Flughafen Linz: Zehn Jahre Sinkflug – wo bleibt die Strategie?
  12. City Management: Gründen, finanzieren, wieder zusperre
  13. Budget: Neue Schulden statt langfristiger Konsolidierung
  14. Fußgängerbrücke Chemiknoten
  15. Nibelungenbrücke: Abbruch Testphase
  16. Eisenbahnbrücke: 10 Jahre Rost für ein Wahlkampfversprechen
  17. Postcity Bebauungsplan blockiert die Zukunft

uvm.


1. IT:U: Schnell entschieden, dann erst geprüft
Ganz aktuell ist die mehr als patscherte Standortsuche für die IT:U. Zuerst kommt der – von Spekulanten angetriebene – Standort im Grüngürtel, hinter dem Science Park. Aus vielen Gründen ungeeignet, bricht Dietmar Prammer erst unter dem Druck des Bürgermeisterwahlkampfs ab. Die Angst, zu viele Urfahraner Wähler:innen zu verlieren, nicht stadtplanerische Gründe, waren der Auslöser. Dann wird – schon wieder ungeeignet – das Biologiezentrum verfolgt. Nicht weil es so geeignet ist, sondern weil das Grundstück dem Land gehört. Trotz aller Alternativen und Vorschläge, auch von uns, ducken sich Prammer und Co weg und verfolgen diesen zweiten Rohrkrepierer. 

Vor kurzem tauchte das Gerücht auf, der leerstehende KIKA in Urfahr käme in Frage. Ist die Nähe zur JKU mit den beschworenen Synergien plötzlich kein Thema mehr? Aha, trotzdem zeigen sich alle begeistert, obwohl dieser Leerstand von vielen, auch von uns, mehrfach vorgeschlagen wurde. Zuletzt haben wir das sogenannte Donaufeld in Auhof als vernünftige und zukunftsweisende Alternative eingebracht. Darüber wollten die SPÖ und ÖVP sowie die FPÖ nicht einmal sprechen und nachdenken.
“Dieses Stolpern ist symptomatisch für die Planlosigkeit und Passivität der Stadt. Mit einer intelligenten Standortanalyse, die wir von Beginn an gefordert haben, hätte sich die IT:U und alle Beteiligten viel Schaden erspart.”
https://www.linzplus.at/post/itu-letzte-chance/

2. Brau-Union-Areal: Wo bleibt die Stadtplanung?
Mehr als sieben Hektar wertvolle innerstädtische Brache sind eine einmalige Chance. Statt vorschnell eine simple Busgarage für die Linz AG zuzulassen, muss zuerst geklärt werden, was dieser Standort in 10 oder 30 Jahren für Linz leisten kann und soll. Eine Überbauung mit leistbaren Wohnungen, Büros, Kindergärten und einer Schule oder einem PVZ spart wertvolle Fläche, schont Boden am Stadtrand und spart Kosten für den Grund.
Es fehlt die „Phase Null“: zuerst Ziele definieren und Möglichkeiten prüfen – dann planen und bauen. Genau das verstehen wir unter „Mehr Hirn in die Stadt“.
https://www.linzplus.at/post/phase-null-brauunion/ 

3. Drogenkonsumraum: Populismus statt Expertise
Obwohl diese Einrichtungen europaweit erfolgreich sind und wirksam Drogenkonsum von der Straße wegschaffen bzw. den Suchtkranken Sicherheit geben, wurden diese vom “Gesundheitsstadtrat” Michael Raml abgelehnt. Dabei hat er sich nicht gescheut, diese Räume so hinzustellen, als würden dort Drogen verkauft und insgesamt die Problematik verschärft werden. Tut er das, weil er den Aufwand scheut, aufzuklären? Glaubt er so, die “Volksmeinung” und die simple Botschaft “Weg mit den Drogen, am besten mit ‘harten’ Maßnahmen” besser vermitteln zu können? Wir können nur Vermutungen anstellen. Was wir wissen: Das entspricht ganz und gar nicht der jahrzehntelangen Erfahrung aller Expert:innen. Tragisch: Die SPÖ hat ohne Kommentar dem Wunsch der Blauen entsprochen und die nötige Mehrheit für die Blockade verschafft. Die unmittelbare Folge: Keine Verbesserung seit einem Jahr, Drogensüchtige spritzen nach wie vor in öffentlichen Toiletten, in Unterführungen und Tiefgaragen, gefährden sich selbst und die Öffentlichkeit.
“Bei Suchtpolitik müssen Erfahrung und Expertise entscheiden – nicht populistische Botschaften.”
https://www.linzplus.at/post/drogenkonsumraum/ 

4. Aubrunnerweg: Kreisverkehr statt Schulstraße und Baumallee
Andere Städte bauen hunderte Schulstraßen. Linz baut um 165.000 Euro einen Kreisverkehr unmittelbar vor einer Schule und fördert damit die Zufahrt für Elterntaxis. Gleichzeitig fehlen dort die Bäume und Schatten: Wo früher eine Allee war, dominieren heute Asphalt und rund 100 Lehrerparkplätze. Neue Bäume wurden abgelehnt.
“Kinder brauchen sichere und schöne Schulwege statt Drive-in-Schulen und neuer Hitzeinseln. Mehr Hirn für die Zukunft unserer Kinder.”
https://www.linzplus.at/post/aubrunnerweg-schulstrasse/

http://linzplus.at/post/baumallee-aubrunnerweg/ 

5. Tabakfabrik: Fehler am laufenden Band
Die Quadrill wurde maximal verdichtet, ohne Rücksicht auf den denkmalgeschützten Bestand. Das Ergebnis: Der Tabakfabrik fehlen Stellplätze. Die Reaktion: Über 3 Mio. Euro öffentliches Geld für eine weitere Garage und zusätzliche Versiegelung im umliegenden Wohngebiet. Das geschieht ohne Mobilitätskonzept, obwohl im Umfeld tausende Stellplätze bestehen und die Regionalstadtbahn kommt. Gleichzeitig hätten rund 2.500 m² städtische Fläche zu einem Park werden können.
Fazit: “Fehler am laufenden Band, die dann teuer ‘repariert’ werden. Den Schaden hat das Viertel. Kluge Stadtentwicklung geht anders.”
https://www.linzplus.at/post/tabakfabrik-garagen-pfusch/
https://www.linzplus.at/post/petzoldstrasse-wieder-sperren/
http://linzplus.at/post/tabakfabrik-garage/ 

6. Klimastadt: Bäume pflanzen und gleichzeitig Boden vernichten
Linz investiert viel Geld in Forschung und neue Bäume im Straßenraum. Gleichzeitig fördert die tägliche Planungspraxis Tiefgaragen, Versiegelung und die Zerstörung gewachsenen Bodens und alter Bäume. Danach werden kleine Ersatzpflanzungen auf Betondecken als ‘Begrünung’ präsentiert.
Ein Baum auf einer Tiefgarage ersetzt keinen über Jahrzehnte gewachsenen Baum und schon gar keinen natürlichen Boden. Klimapolitik muss sich im Bebauungsplan niederschlagen – nicht nur auf Pressefotos. Erst zerstören und anschließend teuer grün zu behübschen ist in Summe keine wirksame Klimapolitik.”
https://www.linzplus.at/post/echte-baeume/ 
https://www.linzplus.at/post/lets-be-serious/ 

7. Badebucht & Donauinsel – Potenzial an der Donau bleibt liegen
2023 wurden die „Donauinsel“ und die „Badebucht“ im Stadtsenat von SPÖ und FPÖ begraben. Seit acht Jahren liegt die versiegelte Fläche an der Donau brach. Statt (schrittweise) zu entsiegeln und zu kühlen und das Gelände so ganzjährig für alle Linzer:innen nutzbar zu machen, wird am Ufer Aktivität simuliert und noch mehr betoniert. Linz lässt damit eines seiner größten Potenziale, die Lage am Wasser, liegen. Andere Städte machen ihre Flüsse zu Lebensräumen.
“Andere Städte würden sich alle Finger abschlecken, wenn sie so eine Fläche am Wasser hätten. Bei uns scheitert es an Kleingeistigkeit, es gibt keinen Plan, keine Vision, die Stadtspitze ist beratungsresistent.”
https://www.linzplus.at/post/badebucht-aus-1/ 
https://www.linzplus.at/post/badebucht-klotzen-nicht-kleckern 

www.tips.at/nachrichten/linz/wirtschaft-politik/668767-3-millionen-euro-fuer-neugestaltung-des-urfahraner-marktareals-linzplus-gemeinderat-fordert-central-park-an-der-donau

8. Donauparkstadion: Erst bauen, dann rechnen
Das politisch gewollte Donauparkstadion steht wie kaum ein anderes Projekt für fehlende Kostenkontrolle und Machtmissbrauch. Es wurde gestartet, ohne belastbare Gesamtkosten. Aus ursprünglich kommunizierten rund 9 Mio. Euro wurden Errichtungskosten von knapp 60 Mio. Euro. Der Rechnungshof kritisierte unter anderem fehlende Kosten-Nutzen-Betrachtungen und Defizite bei der Bauherrenfunktion. Auch der Gemeinderat wurde nur mangelhaft informiert – mit aller Wahrscheinlichkeit vorsätzlich.
“9 Millionen versprochen. 59,9 Millionen geworden. Mehr Hirn hätte sich gerechnet. Für die Allgemeinheit.”
https://www.linzplus.at/post/rechnungshof-donauparkstadion/

9. Volksgarten: Alle Jahre wieder derselbe Fehler
Für wenige Wochen Weihnachtsmarkt wird einer der wichtigsten Parks der Innenstadt über Monate beeinträchtigt: Aufbau, schweres Gerät, Abbau und anschließend die Reparatur beschädigter Rasenflächen sind jährlich  mehr als ein Ärgernis. Als wäre das nicht genug, wurde letztes Jahr das Riesenrad ausgerechnet auf der wichtigsten Fuß- und Radverbindung platziert und diese monatelang gesperrt – obwohl eine andere Aufstellung möglich ist.
“Dieser Weihnachtsmarkt gehört komplett neu gedacht und raus aus dem Park. Das würde auch der Veranstaltung gut tun.”
https://www.linzplus.at/post/raus-aus-dem-volksgarten/ 

10. A26: Die teuerste neue Hitzeinsel der Stadt
Mitten in Linz frisst sich ein rund 40.000 m² großes Autobahnkreuz in den Bergschlössl- und Ziegeleipark. Rund 240 große, gesunde Bäume mussten deshalb fallen, etwa 24.000 m² Boden verlieren ihre ökologische Funktion. Noch dazu beteiligt sich Linz am ASFINAG-Projekt. 5% ungedeckelt. Aktuell stehen wir bei 60 Millionen, Gleichzeitig gibt Linz Millionen für Klimaschutz und neue Bäume aus. Ein einziger Baum nach dem Schwammstadt-Prinzip kostet 20.000 bis 30.000 Euro – während hier jahrzehntelang gewachsene Bäume im Wert von Millionen vernichtet und jahrelange Bemühungen zunichtegemacht wurden.
“Erst Millionen fürs Klima ausgeben und gleichzeitig eine neue Hitzeinsel bauen? Wie irre, wie hirnlos?”
https://www.linzplus.at/post/a26-schadensersatz/
https://www.linzplus.at/post/a26-linz-beschaedigt-sich/ 

11. Flughafen Linz: Zehn Jahre Sinkflug – und noch immer kein Plan
Seit über zehn Jahren verliert der Flughafen an Bedeutung. Schon 2017 warnte Potocnik vor dieser Entwicklung und forderte einen strategischen und personellen Neustart sowie eine Airport-Taskforce. Passiert ist nichts. 2025 mussten Stadt und Land schließlich 8 Mio. Euro zuschießen. Geld, das davor für politisch gewolltes “Sponsoring” herausgesaugt wurde. Laut Landesrechnungshof sind in zehn Jahren bis zu 45 Mio. Euro weitere Zuschüsse notwendig. “Jahrelang zuschauen, magere Gewinne für politnahes Sponsoring rausziehen und dann Millionen nachschießen. Das ist keine Strategie. Mit mehr Hirn stünde der Flughafen heute anders da.”
https://www.linzplus.at/post/flughafen-linz-wo-bleibt-die-strategie/ 

12. City Management: Gründen, finanzieren, wieder zusperren
2021 wurde mit großen Erwartungen die City Management Linz GmbH geschaffen. Rund zwei Jahre später wurde sie wieder aufgelöst – die erwarteten Vorteile waren nicht eingetreten. Allein die städtischen Zuschüsse betrugen rund 600.000 Euro.
Parallel-Strukturen schaffen, Geld hineinstecken und kurz darauf wieder schließen: So sieht nachhaltiges Management in der Innenstadt nicht aus.”
www.linz.at/Politik/GRSitzungen/GPSearch/ResultDetail?TopId=5206&stext=city%20management&Highlighted=True&Suchbegriff=city+management&Searchtyp=true&Timetyp=&Grsitzung=&Periode=&Beginn=&Ende=&Person=&Personrole=no&Search= 

13. Budget: Schulden machen statt konsolidieren
Zweimal wurde 2025 groß das Sparen angekündigt – zweimal wieder abgeblasen. Stattdessen machen der Bürgermeister und sein Finanzreferent neue Schulden. Über 100 Mio. Euro Kredite kamen (Mehrheitsbeschaffer waren die GRÜNEN) hinzu, während eine mehrjährige Konsolidierung  – vom Rechnungshof und dem Kontrollamt dringend empfohlen – weiter fehlt. Dabei könnten, ohne Nachteile für die Bevölkerung sofort viele Mio Euro pro Jahr gespart werden.
“Parteipolitik und die Angst vor der Wahl 2027 haben mit einer vorausschauenden mutigen Finanzpolitik wenig zu tun.“
www.linzplus.at/post/budget-2026/ 

14. Fußgängerbrücke Chemieknoten
www.linzplus.at/post/steg-chemieknoten/ 

15. Nibelungenbrücke: Abbruch Testphase
www.linzplus.at/post/nibelungenbruecke/

16. Eisenbahnbrücke: 10 Jahre Rost für ein Wahlkampfversprechen
www.linzplus.at/post/schrott-alte-eisenbahnbruecke/

17. Postcity Bebauungsplan blockiert die Zukunft
www.linzplus.at/post/itu-in-die-post-city/

Hirn ist auch das beste Mittel gegen Rechtspopulismus

Die genannten Beispiele sind dabei nicht zufällig gewählt. In all diesen Fällen haben wir frühzeitig auf absehbare Fehlentwicklungen, drohende Schäden oder ungenutzte Chancen hingewiesen und konkrete Vorschläge und Anträge auf den Tisch gelegt. Was damals gefordert, gewarnt und vorgeschlagen wurde, ist in den verlinkten Beiträgen und Anträgen nachzulesen.

„Die Fehler und verpassten Chancen der vergangenen Jahre schmerzen uns, besonders weil vieles davon vorhersehbar und vermeidbar gewesen wäre. Gleichzeitig sehen wir, wie sich andere Städte in Europa mit strategischer, vorausschauender und kluger Arbeit erfolgreich weiterentwickeln. Linz hätte dafür mindestens genauso gute Voraussetzungen – doch viel zu viel Potenzial unserer Stadt liegt derzeit brach“, so Potocnik und Piovesan.

Im internationalen Wettbewerb der Städte um Unternehmen, Investitionen und die besten Köpfe hat provinzielle Parteitaktik kein Platz. Entscheidungen müssen nachvollziehbar sein, auf Fakten beruhen und sich daran messen lassen, was langfristig gut für Linz und die Linzer:innen ist.

„Das Wissen, die Ideen und die klugen Köpfe sind längst da. Wir müssen sie nur wieder für unsere Entwicklung nutzen. Unser Anspruch für die nächsten Jahre ist deshalb: Linz soll wieder vorausdenken und seine Zukunft mit Hirn, Mut und einem klaren Plan gestalten.“

Übrigens ist das die beste Art und Weise, das Vertrauen der Linzer:innen in die Stadtpolitik zurückzugewinnen. Nur so kann auch dem grassierenden Rechtspopulismus der Wind aus den Segeln genommen werden.

Download der Pressekonferenzunterlagen vom 8.9.2026:
260908_PLUS-PK – Mehr Hirn in die Stadt
Medienberichte

8.9.2026, Tips.at: LinzPlus fordert langfristigere Planung in der Linzer Stadtpolitik

9.9.2026, Krone:

 

9.9.2026, OÖN:

9.9.2026, Linza: https://www.facebook.com/share/19NqcE5grT/ 

ZU WENIG HIRN IM LINZER RATHAUS?
Ganz schön vorlaut: Linzplus legt mit einer ziemlich frechen Plakat-Ansage ins Wahljahr 2027 ab: „MEHR HIRN IN DIE STADT“.
Lorenz Potocnik und Brita Piovesan schießen damit gegen die Stadtsenatsparteien SPÖ, ÖVP, FPÖ und Grüne. Ihr Vorwurf: In Linz wird zu oft zuerst entschieden und erst danach (oder gleich erst gar nicht) nachgedacht – gute Ideen würden blockiert und Parteitaktik über vernünftige Lösungen gestellt.
Der oberste Linzplus-Propeller Potocnik legt nacht: „Wir wollen niemanden für dumm erklären. Aber wir müssen leider über zu viele dumme Entscheidungen reden.“
Brita Piovesan

Brita Piovesan