Tausende graue Betonmasten prägen das Linzer Stadtbild. Sie tragen Oberleitungen für Straßenbahnen und O-Busse, Stromleitungen oder Straßenbeleuchtung. Dabei schlummert in ihnen ein enormes, bislang kaum genutztes Potenzial: Aus grauen Betonmasten könnten lebendige grüne Säulen werden!Dass das funktioniert, zeigen bereits begrünte Masten entlang der Freistädter Straße, beim Hauptbahnhof oder in Pichling. Dort klettert Wilder Wein (Veitschie) …
Tausende graue Betonmasten prägen das Linzer Stadtbild. Sie tragen Oberleitungen für Straßenbahnen und O-Busse, Stromleitungen oder Straßenbeleuchtung. Dabei schlummert in ihnen ein enormes, bislang kaum genutztes Potenzial: Aus grauen Betonmasten könnten lebendige grüne Säulen werden!
Dass das funktioniert, zeigen bereits begrünte Masten entlang der Freistädter Straße, beim Hauptbahnhof oder in Pichling. Dort klettert Wilder Wein (Veitschie) selbstständig am Beton empor und verwandelt die grauen Säulen innerhalb weniger Jahre in dicht bewachsene, grüne Blickfänge. Ganz ohne aufwendige Rankgerüste und mit überschaubarem Pflegeaufwand.
9 Hektar zusätzliches Grün für Linz!
Das Potenzial ist beeindruckend: Würden 3.000 geeignete Betonmasten in Linz begrünt, könnten bei angenommenen 30 m² Blattfläche pro Mast rund 90.000 m² oder 9 Hektar zusätzliche Blattfläche entstehen. Und das allein durch die Begrünung bereits bestehender Infrastruktur!
Hier nur einige Vorteile:
Natürliche Kühlung: Pflanzen verdunsten Wasser und entziehen ihrer Umgebung Wärme. Modellhaft könnten 3.000 begrünte Masten an heißen Sommertagen insgesamt 30.000 bis 60.000 Liter Wasser verdunsten.
Weniger aufgeheizter Beton: Die Blätter beschatten die Masten und reduzieren deren Aufheizung und Wärmeabstrahlung.
Mehr Artenvielfalt: Blüten, Früchte und dichter Bewuchs bieten Nahrung und Lebensraum für Insekten und Vögel.
Sauberere Luft: Die Blätter können Staub und Feinstaub aus der Luft abfangen.
Mehr Grün im Straßenraum: Auch dort, wo für große Baumkronen wenig Platz ist, können begrünte Masten zusätzliche Vegetation schaffen.
Lebenswertere Straßen: Aus grauen Betonmasten werden grüne Säulen, die das Stadtbild sichtbar aufwerten.
Kleine Maßnahme, großes Potenzial
Gerade angesichts immer heißerer Sommer sollte Linz auch ungewöhnliche Möglichkeiten zur Begrünung nutzen. Natürlich ersetzen grüne Masten keine Straßenbäume oder Parks. Aber sie könnten eine einfache und vergleichsweise kostengünstige Ergänzung sein.
Nicht jeder Mast ist dafür geeignet: Statik, Wartungszugänge, Bodenqualität und Wasserversorgung müssen berücksichtigt werden. Doch die bereits begrünten Masten in Linz zeigen, dass es grundsätzlich funktionieren kann.
Warum also nicht aus tausenden grauen Betonmasten grüne Säulen machen?
Linz+ bringt in der Gemeinderatssitzung vom 5. November 2026 dazu einen Antrag an die für Grünflächen und Verkehrsgrün zuständige Stadträtin Eva Schobesberger ein:
Hier Beispiele vom Hauptbahnhof, Pichling, Urfahr und Veitschi wie er wächst.
In einem ersten Schritt könnten Standorte erhoben und mindestens 500 Betonmasten begrünt werden. Langfristiges Ziel ist die Begrünung möglichst aller geeigneten Betonmasten im Stadtgebiet.












