„Traunauen, Donau, Diesenleitenbach, Haselgraben – überall sehe ich diese Neophyten wuchern. Und engagierte Linzer:innen, die dagegen ankämpfen. Ich frage mich: Tut die Stadt genug? Und was genau?" fragt sich LinzPLUS-Gemeinderätin Brita Piovesan. Invasive Neophyten breiten sich im Linzer Stadtgebiet zunehmend aus – vor allem entlang von Flussufern, Bahndämmen und in Grünanlagen. Dabei sind Arten wie der …
„Traunauen, Donau, Diesenleitenbach, Haselgraben – überall sehe ich diese Neophyten wuchern. Und engagierte Linzer:innen, die dagegen ankämpfen. Ich frage mich: Tut die Stadt genug? Und was genau?“ fragt sich LinzPLUS-Gemeinderätin Brita Piovesan. Invasive Neophyten breiten sich im Linzer Stadtgebiet zunehmend aus – vor allem entlang von Flussufern, Bahndämmen und in Grünanlagen. Dabei sind Arten wie der Japanische Staudenknöterich, der Riesenbärenklau, die Beifuß-Ambrosie aber auch die Mäusegerste besonders problematisch. Sie verdrängen heimische Pflanzen, verändern Lebensräume, schädigen Infrastruktur und stellen sogar eine Gefahr für die Gesundheit dar. Denn stark allergene Arten, wie die Beifuß-Ambrosie („Taubenkraut“) oder der Riesenbärenklau, können durch ihre Pollen massiv allergische Reaktionen auslösen oder Verbrennungen verursachen.






Der Japanischer Staudenknöterich wuchert an der Donaulände und beim Stadion und auch die Riesen-Goldrute steht kurz vor der Blüte.
Gerade im verdichteten urbanen Raum wie Linz ist der Verlust ökologischer Rückzugsräume mit ihrer Artenvielfalt besonders gravierend. Trotz dieses Problembewusstseins scheint es bislang keine abgestimmte und wirksame Strategie der Stadt im Umgang mit diesen invasiven Pflanzen zu geben. Derzeitige Maßnahmen wie unregelmäßiges Mähen oder das Liegenlassen von Schnittgut gelten laut Expert:innen als kontraproduktiv.

„Traunauen, Donau, Diesenleitenbach, Haselgraben – überall sehe ich diese Neophyten wuchern. Und engagierte Linzer:innen, die dagegen ankämpfen. Ich frage mich: Tut die Stadt genug? Und was genau?“ fragt sich PLUS-Gemeinderätin Brita Piovesan. „Wenn wir jetzt nicht entschlossen handeln, wird uns das Problem in ein paar Jahren über den Kopf wachsen. Es braucht endlich einen klaren Plan – und nicht das stille Verlassen auf das Engagement von Freiwilligen.“
Für den Umgang mit Neophyten gibt es bereits klare europäische Vorgaben: Seit 1. Jänner 2015 ist eine EU-Verordnung (Nr. 1143/2014 ) zur Prävention und Bekämpfung invasiver, gebietsfremder Arten in Kraft. In Folge hat Oberösterreich, so wie andere Bundesländer auch, darauf reagiert und 2017 ein entsprechendes Gesetz beschlossen https://www.land-oberoesterreich.gv.at/184952.htm .
Eine konsequente Umsetzung dieser Vorgaben scheint in Linz bislang zu fehlen – aktuell sind es vor allem Privatpersonen oder Organisationen wie der Naturschutzbund mit Freiwilligen, die sich engagieren.
In diesem Zusammenhang ersuchen wir um die Beantwortung folgender Fragen:
Download der PLUS-Anfrage:
PLUS Anfrage Neophyten.pdf
Mehr Infos und Medienberichte:
Liste invasiver Neophyten
25.4.2025, OÖN.at: Warum es in Ebensee zu einer gezielten Rodungsaktion kam
26.8.2023, OÖN.at: EU will Natur wiederherstellen: Warum das so wichtig ist
26.8.2023, OÖN.at: Neophyten: Die bösen und die guten Einwanderer
Privatpersonen und Initiativen kämpfen auf eigene Faust gegen die invasiven Neophyten. Gibt es hier einen Maßnahmenplan von Seiten der Stadt?

Update 22.8.2025:
Spaziergang entlang des Haselbaches im Biesenfeld. Der Japanische Staudenknöterich wuchert vor sich hin.
Update: Anfragenbeantwortung vom 3. September 2025:
Anfragebeantwortung GRin Piovesan.pdf (PDF, 414 KB)
Update 3. Mai 2026

Die Presse, 10.Mai 2026

6.Mai 2026, Linza: Invasive Pflanzen auch in Linz auf dem Vormarsch
Mai 2026, Heute




Kirschlorbeer vor der Stelzhammer Schule in der Figulystrasse und beim Linzer Innovationshauptplatz.
Update 3. Juli 2026:
„Mein Antrag „Gesundheitsschädliche und invasive Neophyten konsequent bekämpfen“ wurde in der gestrigen Gemeinderatssitzung dem Ausschuss für Klima und Stadtgrün zugewiesen. Das freut mich sehr!“

Download Antrag 40. Gemeinderatssitzung, 2. Juli 2026
PLUS ANTRAG Neophyten konsequent bekämpfen
Update, 7. Juli 2026
„Gekommen um zu bleiben?!“ Eine Infotafel am Segelflugplatz in Linz.

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Autor:innen: LinzPLUS
14.Juni 2025


