“Nach Verkehrsunfällen wird meist über Schuld gesprochen. Viel wichtiger ist aber die Frage, wie sich ähnliche Unfälle künftig vermeiden lassen.” so LinzPLUS Gemeinderätin Brita Piovesan. Die Kreuzung Wiener Straße/Lunzerstraße ist ein wichtiger Verkehrsknoten im Linzer Süden. Auf der Straße ‘brummt’ es, aber seit ihrem Umbau im Jahr 2022 häufen sich Berichte über unübersichtliche Ampelphasen, lange …
“Nach Verkehrsunfällen wird meist über Schuld gesprochen. Viel wichtiger ist aber die Frage, wie sich ähnliche Unfälle künftig vermeiden lassen.” so LinzPLUS Gemeinderätin Brita Piovesan. Die Kreuzung Wiener Straße/Lunzerstraße ist ein wichtiger Verkehrsknoten im Linzer Süden. Auf der Straße ‘brummt’ es, aber seit ihrem Umbau im Jahr 2022 häufen sich Berichte über unübersichtliche Ampelphasen, lange Wartezeiten für den Fuß- und Radverkehr sowie gefährliche Situationen. Der schwere Lkw-Unfall Anfang Juli macht den Handlungsbedarf deutlich. LinzPLUS fordert deshalb eine umfassende Überprüfung der Kreuzung und konkrete Verbesserungen – insbesondere für Radfahrer-, Fußgänger:innen und Einsatzfahrzeuge des benachbarten Rettungsstützpunkts Süd.
Die Zahl der Verkehrstoten und der Schwerverletzten im Straßenverkehr stagniert in Linz seit Jahren (Hier die Infos zu den Linzer Verkehrsunfällen mit Personenschaden). Für Gemeinderätin Brita Piovesan ist das ein klarer Handlungsauftrag an die Stadt: „Jeder schwere Unfall ist einer zu viel und zeigt, dass die Verkehrssicherheit weiter verbessert werden muss.“ Voraussetzung dafür sei eine konsequente Analyse schwerer Unfälle, um ihre Ursachen zu erkennen und Gefahrenstellen gezielt zu entschärfen. „Nach einem Unfall wie Anfang Juli kann man nicht einfach zur Tagesordnung übergehen“, so Piovesan. „Ich will keinen Blutzoll auf unseren Straßen akzeptieren. Nach jedem Unfall – und sei er noch so klein – muss die Gefahrenstelle überprüft, analysiert und, wenn nötig, verbessert werden. Alles andere ist fahrlässig.“
Neben einer genauen Analyse der Kreuzung Wiener Straße/Lunzerstraße fordert LinzPLUS daher, schwere Verkehrsunfälle künftig systematisch auszuwerten. Nach dem Vorbild der „Vision Zero“, die etwa in Helsinki und Stockholm erfolgreich umgesetzt wird, sollen gefährliche Kreuzungen und Straßen laufend verbessert werden.
Der Fokus liegt dabei nicht auf der Suche nach Schuldigen, sondern auf einer Infrastruktur, die Fehler verzeiht und schwere Unfälle verhindert. Ziel ist es, aus jedem schweren Unfall zu lernen, Gefahrenstellen schrittweise zu entschärfen und die Zahl der Verkehrstoten und Schwerverletzten in Linz nachhaltig zu senken.
Der Antrag richtet sich an Vizebürgermeister und Verkehrsreferent Martin Hajart. Er wird ersucht, die genannte Kreuzung umfassend überprüfen zu lassen und gemeinsam mit den zuständigen Fachabteilungen Maßnahmen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit umzusetzen. Darüber hinaus soll die Stadt künftig schwere Verkehrsunfälle systematisch analysieren und Gefahrenstellen nach dem Vorbild der „Vision Zero“ laufend verbessern.
Download des PLUS-Antrags:
Kreuzung Wiener Straße/ Lunzerstraße – Infrastruktur für Rad- und Fußverkehr nach Unfällen schrittweise verbessern
Medienberichte:
20. Juli 2026, Mein Bezirk: Linzplus fordert Sicherheitsmaßnahmen nach schwerem Unfall



