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Absturzgefahr: Donaustrand beim Winterhafen braucht Radrampe

Es sind oft vermeintliche Kleinigkeiten, die nicht nur das Radfahren in Linz schwer machen. Ein gutes Beispiel dafür ist der bei Familien sehr beliebte Donaustrand beim Winterhafen, dessen Erreichbarkeit gerade für Radfahrer eine ziemlich „steile Sache“ darstellt...


Baden an der Linzer Donau hat sich in den letzten Jahren zum absoluten Hit entwickelt. Neben dem Steinmetzplatzl in Urfahr ist es vor allem der Donaustrand beim Winterhafen, der im Rahmen eines LINZ09-Projekts neu aufgeschüttet wurde und sich großer Beliebtheit erfreut. Doch während der Strand in Alturfahr perfekt mit dem Rad und zu Fuß zu erreichen ist, spießt es sich am Winterhafen. Mit dem Auto geht hier nix – nicht nur, weil es an Parkplätzen fehlt, sondern auch wegen des Fahrverbots auf der einzigen Zufahrtsstraße. An die Öffis ist das Freizeitareal ebenfalls nicht angebunden, der Großteil der Badegäste kommt daher löblicherweise mit dem Rad oder zu Fuß vom nur zwei Kilometer entfernten Stadtzentrum.

Doch der Radweg verläuft auf der Dammkrone, der Donaustrand ist nur durch eine sehr steile Treppe ohne Geländer zu erreichen. Bereits mit Badetasche oder kleinen Kinder ist es fast unmöglich nach unten zu kommen. Das Rad (oder ein Kinderwagen) kann praktisch nicht über die gefährliche Treppe nach unten oder gar hinauf geschoben werden. Auch für ältere Badegäste oder eben Familien stellt die extrem steile Treppe eine echtes Hindernis dar. Die einzige Möglichkeit, diese Hürde zu umgehen, besteht etwa 1,3km weiter am Ende des Dammes, wo es eine Rampe gibt. Dann muss man von dort allerdings den grob geschotterten Treppelweg an der Donau retour fahren bzw. zurückgehen: „Das Ganze ist nicht OK und gefährlich, vor allem, wenn man Kinder mit hat“, sagt die dreifache Mutter Brita Piovesan von der Liste LINZ+ (sprich LINZplus).


Rampe statt steiler Treppe

Die Lösung wäre denkbar einfach: „Ideal wäre eine einfache Rampe mit sanftem Gefälle, die sich entlang des Dammes errichten ließe. Das ließe sich unkompliziert und für wenig Geld machen“, sagt LINZ+ Spitzenkandidat Lorenz Potocnik, der die Situation vor Ort ebenfalls nur zu gut kennt: „Ich bin öfters hier, immer wieder kommt es am Abgang zu Beinahe-Stürzen oder Stolpereien. Auch wenn man das örtliche mobile WC aufsuchen will, muss man die steile Treppe erst rauf- und auf der anderen Dammseite wieder runtergehen, zurück dann dasselbe nochmal. Wir wollen uns darum kümmern die Situation zu verbessern.“


Gemeinderatsantrag soll „Entschärfung“ bringen

Der Freizeitwert von Einrichtungen wie dem Donaustrand misst sich auch an der Erreichbarkeit und der Zugänglichkeit für Familien oder beeinträchtigte Personen, sagen Brita Piovesan und Lorenz Potocnik: „Wahrscheinlich muss wie immer erst etwas passieren.“ So weit lassen die beiden es aber nicht kommen: „Der steile Abgang vom Damm muss entschärft werden, wir werden dazu nach der Wahl am 26. September einen entsprechenden Gemeinderatsantrag stellen.“


Lorenz Potocnik und Brita Piovesan beim Überwinden des „Steilhangs“ zum Donaustrand Winterhafen.


Autorin: Linz+

11.8.2021