WOHNEN

Mit den vielfältigen städtischen Lebenssituationen und Haushaltsgrößen verändern sich die Anforderungen der Linzer:innen. Der Bedarf an neuen Wohnformen und Wohn-Pflege-Modellen, die unterschiedlichen Familienformen und der Wunsch nach Eigentum steigt. Auch Homeoffice bedarf neuer Grundrisse.
Weil die Parteipolitik und ihre gesteuerten Genossenschaften aus ihrem Trott nicht rauskommen, brauvht es Ideen und eine Wohnbaurevolution. Das Plus für leistbaren und vor allem vielfältigen Wohnraum.

Mit den vielfältigen städtischen Lebenssituationen und Haushaltsgrößen verändern sich die Anforderungen ans Wohnen. Die Bedürfnisse der Gesellschaft sind divers, das muss sich endlich auch im geförderten, institutionellen Wohnbau widerspiegeln. Der Bedarf an neuen Wohnformen und Wohn-Pflege-Modellen, die unterschiedlichen Familienformen und der Wunsch nach Eigentum steigt. Auch Homeoffice bedarf neuer Grundrisse. Dagegen ist das Angebot der Wohnbau-Genossenschaften nach wie vor Standard- und Stangenware. Und die Investor:innen – gut verbandelt in der Politik – bauen lukrative Luxus- und Anlageobjekte. Das treibt die Preise und ist eine totale Verfehlung der tatsächlichen Wohnbedürfnisse in Linz. Gefragt ist ein den vielfältigen Lebenssituationen angepasstes Angebot. Von der Kleinst- und Startwohnung (ohne technischem Firlefanz und teurem Garagenplatz) über die leistbare, großzügige Familienwohnung, bis zur 200m² Erwachsenen-WG mit riesigem Wohnzimmer. Am besten in Form von durchmischten Wohnhäusern – in Bezug auf Generation, Herkunft, Wohnungsgröße und Einkommen. Was wird dafür derzeit in Linz getan? Genau.

UNSER PLUS: Linz braucht eine Wohnbaurevolution. Dafür benötigen wir Innovationsräume, wo wir neue Formen des Wohnbaus und der Mobilität ausprobieren können. In Zukunft sollen so vielfältige Stadtquartiere und nicht simpler Siedlungsbau entstehen. Arbeiten und Wohnen, Wohngruppen für Pflegebedürftige, Alters-WGs oder Studentenwohnungen – sowie große Familienwohnungen liegen nebeneinander. Diese Vielfalt an Wohnungstypen und die richtige Wohnung für jedes Bedürfnis ist auch ein Schlüssel zum leistbaren Wohnraum. Weil die richtige Wohnung auch die kostengünstigste ist. Bedarfsorientierter Wohnbau statt teurem Einheitsbrei. Tiefgaragen sind dank Aufhebung der Stellplatzverordnung keine Pflicht mehr, stattdessen gibt es in Zukunft große Quartiersgaragen und Mobilitätspunkte. Klein- und Kleinstwohnungen – überall “hineingestreut“ – decken einen realen Bedarf ab und sind ein zentrales Element eines flexiblen und robusten Wohnbaus.

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